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Kiel

18. Dezember 2017 | 06:27 Uhr

Liegeplatz Nr. 1 nimmt Form an

vom

Endspurt für Arbeiten am Ostuferhafen / Am 9. Juni soll erstes Kreuzfahrtschiff festmachen / Abfertigungshalle wird dieses Jahr nicht mehr fertig

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Die Fender sind da. Drei Stück. Blau glänzen sie in der Sonne, jeder vier Tonnen schwer und mit dreieinhalb Metern Durchmesser. Weiß setzt sich das neue "Port of Kiel"-Logo ab. Die mobilen Fender werden in Zukunft die Pier und große Kreuzfahrtschiffe schützen, wenn diese am neuen Liegeplatz Nr. 1 festmachen. Zurzeit laufen die letzten Bauarbeiten - und die wichtigsten zugleich - um den Ostuferhafen nahe der Schwentine-Mündung fit zu machen für den ersten Anlauf. Am 9. Juni, so der Plan, soll die "MS Eurodam" zum Stopover kommen. Und mit ihr rund 2000 internationale Passagiere. Die meisten stammen aus den USA, England, Australien und Asien. Landgänge mit Touren durch Lübeck, Hamburg oder die Kieler City stehen auf dem Programm.

Besuch auf der Baustelle. Ein Taucher reinigt die Spundwand, an der permanente Fender befestigt werden. Ein Schwimmbagger schaufelt Schlick beiseite. Der Grund des Liegeplatzes soll eben sein - und das ist er noch nicht. Zehn Meter Wassertiefe will der Betreiber, die Seehafen Kiel GmbH, garantieren. Auch deshalb wird in den nächsten Tagen ein Kolkschutz angebracht - Matten, die am Grund ausgelegt werden und Erosion verhindern sollen. So erklärt es Terminalleiter Timo Beyer (Foto). Er sorgt dafür, dass Bauarbeiten und Frachtumschlag sich nicht behindern.

Denn der zusätzliche Liegeplatz soll Kiel als Hafen für Kreuzfahrtschiffe entlasten. Zugleich macht er den Ostuferhafen Beyer zufolge auch effizienter nutzbar: Während wochentags vorrangig Fracht umgeschlagen wird, legen die Luxusliner zumeist am Wochenende an. Beyer ergänzt: "Das Holz, das aus Russland angeliefert wird, stammt aus dem Permafrost. Die Saison für das Holz endet ungefähr dann, wenn die Kreuzfahrtsaison in Kiel beginnt."

Was steht noch an? Neue Dalben müssen gesetzt werden. Und voraussichtlich kommende Woche sollen die Passagier-Gangways montiert werden. Klappt auch der Testbetrieb Anfang Juni, steht einem Anlegen der "Eurodam" einem Sprecher zufolge nichts im Weg.

Fehlt nur noch das lichtdurchflutete Terminal für die Passagiere samt Gepäck, die in Zukunft in Kiel ein- und auschecken sollen. Das gibt es zwar schon als Grafik, aber noch nicht in der Realität. Dafür muss eine der Hallen umgebaut werden. Ulf Jahnke von der Seehafen Kiel GmbH äußert sich dazu nur vage: "Dieses Jahr steht sie noch nicht umgebaut zur Verfügung. Wir konzentrieren uns auf den Liegeplatz."

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