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Levensauer Hochbrücke: Gebaut wird frühestens ab 2018

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2014 | 04:25 Uhr

Die älteste Brücke des Nord-Ostsee-Kanals – die Levensauer Hochbrücke – wurde 1894 eingeweiht und wird nun im Rahmen des NOK-Ausbaus abgerissen und ersetzt.

Die Planungen dafür laufen seit 2009. Schnell wurde klar, dass die Instandhaltung des alten Baukörpers einen hohen zweistelligen Millionenbetrag verschlingen würde, deshalb entschied man sich für einen Neubau. Den Wettbewerb, der dafür ausgelobt wurde, gewann die Arbeitsgemeinschaft Anwikar aus Hamburg, zu der auch das Architekturbüro Blunck und Morgen gehört. Nach ihrem Entwurf soll die neue Brücke einen roten Stahlbogen bekommen, der weiter gespannt ist, als bisher. Denn im Zuge des NOK-Ausbaus wird das letzte Nadelöhr vor der Förde entfernt, der Kanal verbreitert. „Die bisherige Solbreite wird von 44 auf 75 Meter erweitert“, erklärt Sönke Meesenburg, Leiter der Planungsgruppe NOK. Im Querschnitt ist die Wasserfläche dann 117 Meter statt bisher 101 Meter breit.

Das Planer-Team um Thomas Janßen vom Wasser- und Schifffahrtsamt hatte mit einigen Besonderheiten zu kämpfen: Die Bahnstrecke Kiel-Gettorf darf nicht länger als 130 Tage gesperrt sein, auch der Verkehr auf dem NOK darf nicht oder nur in Ausnahmefällen zum kurzzeitigen Erliegen kommen und die „Großen Abendsegler“, eine Untergruppe der Waldfledermäuse, brauchen, wenn die alte Brücke abgerissen werden soll, ein neues Zuhause, so verlangt es der Umweltschutz. Denn bisher überwinterten rund 10 000 Tiere in den alten Widerlagern der Hochbrücke. Janßen: „Wir haben von Anfang an die Experten dafür mit eingebunden, die schon zahlreiche Verhaltensversuche mit den Tieren gemacht haben.“ Das nördliche Widerlager ist verschlossen, Kästen wurden in der näheren Umgebung, aber auch im Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie Plön aufgehängt. Janßen: „Dort registrieren wir schon jetzt vermehrte Aktivitäten. Wir sind damit auf dem absolut richtigen Weg.“ Derzeit werden alle Umweltgutachten zusammengefasst, Anfang 2015 soll das Planfeststellungsverfahren beantragt werden. Meesenburg: „Läuft alles wie geplant, könnten wir frühestens 2018 mit dem Bau beginnen.“

Wie wird gebaut? Die roten Stahlbögen können parallel zum Normalbetrieb auf der Brücke gebaut werden. Janßen: „Das Traggerüst fungiert auch als Demontagegerüst.“ Sind Fahrbahn, Rad- und Fußwege sowie die Bahnstrecke abmontiert, werden die neuen Teile eingehängt. Fertig soll die Brücke bestenfalls 2021 sein.

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