First Lego League : Lego-Tüftler trafen sich an der Förde

Routinierte Lego-Konstrukteure: Das Team „We are One“ aus Schwarzenbek mit (v. l.) Joshua, Lion, Angelina, Jonas, Coach Reinald Weber, Michael und Friederike gewann in Kiel.
Routinierte Lego-Konstrukteure: Das Team „We are One“ aus Schwarzenbek mit (v. l.) Joshua, Lion, Angelina, Jonas, Coach Reinald Weber, Michael und Friederike gewann in Kiel.

Neun Schulmannschaften aus dem ganzen Land stellten bei der „First Lego League“ an der FH Kiel ihre programmierbaren Roboter vor. Die Sieger kamen aus Schwarzenbek: Das Team unter der Leitung von Ex-Lehrer Reinald Weber nennt sich völlig zu Recht „We are One“.

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03. Dezember 2017, 18:05 Uhr

Lego ist nur Kinderspielzeug? Von wegen! Beim Regionalwettbewerb der „First Lego League“ (FLL) am Sonnabend an der Fachhochschule Kiel konnte man sich eines Besseren belehren lassen. Die FLL wird weltweit ausgetragen und soll als Förderprogramm den Nachwuchs an Wissenschaft und Technologie heranführen. Am landesweiten Regionalwettbewerb in Kiel nahmen nahmen neun Teams mit insgesamt knapp 70 Teilnehmern im Alter zwischen zehn und 16 Jahren teil.

Koordinator Matthias Riedel freute sich auch über das Engagement der regionalen Sponsoren: Der Verein Deutscher Ingenieure, die SH Netz AG und Bäcker Winter aus Schönkirchen unterstützten die First Lego League. Die weltweit gleiche Aufgabenstellung kommt im August stets aus den USA, danach haben die Teams immer Zeit zur Vorbereitung. Ein mit Hilfe des Lego-Produktsystems „Lego Mindstorms“ selbstgebauter und programmierter Roboter muss unter dem Motto „Hydro Dynamics“ selbstständig Aufgaben rund um die Nutzung, den Transport und die Entsorgung von Wasser bewältigen.

Beim Wettbewerb hatten die Teams 150 Sekunden Zeit je Durchlauf, um auf dem FLL-Spielfeld mit Lego-Aufbauten unter den Augen der Juroren möglichst viele Aufgaben zu lösen. Aber nicht nur der Wettkampf wurde bewertet, wie Matthias Riedel erklärte. „Wettbewerb und Bewertung gliedern sich in vier Teilbereiche. Neben dem Abschneiden beim ,Robot-Game‘ wurde die Präsentation einer von den Schülern erstellten Forschungsarbeit zum Thema Wasser ebenso bewertet wie das Design ihres Roboters und ihre Teamfähigkeit.“

Seit neun Jahren dabei ist das Team „We are One“ der Schwarzenbeker Schulen unter Leitung ihres ehemaligen Lehrers Reinald Weber. Inzwischen treten die Schwarzenbeker sogar mit zwei Mannschaften an. „Die Regionalwettbewerbe haben wir mehrfach gewonnen. Und beim letzten Mal haben wir es bis zum zentraleuropäischen Finale geschafft und anschließend zum Festival in Bath nahe Bristol in Großbritannien“, sagte der stolze Coach. Auch diesmal landete „We are One“ in der Gesamtwertung wieder auf dem ersten Platz. Somit werden die jungen Tüftler zum FLL-Semi-Finale nach Dresden fahren, um sich dort für das im März stattfindende zentraleuropäische FLL-Finale zu qualifizieren.

Platz zwei ging an das zweite „We are One“-Team, Platz drei belegte das „EvB-Robotik-Team“ vom Emil-von-Behring-Gymnasium in Großhansdorf. Der Sonderpreis der Jury ging an die „Flash-Monkeys“ von der Ostseeschule in Flensburg für ihre Forschung zum Thema Müll im Meer. Eine Premiere gab’s am Wochenende auch: Erstmals fand der FLL-Junior-Wettbewerb „Aqua Adventure“ statt. Vier Teams mit 18 Teilnehmern zwischen sechs und zehn Jahren waren dabei.

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