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Mitmachtag : Lebensretter und noch vieles mehr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Deutsche Rote Kreuz zeigt bei Mitmachtagen im Citti-Park seine vielfältigen Angebote. Mit der Veranstaltung möchte das DRK auf sich aufmerksam machen und auch ehrenamtliche Helfer werben.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 17:27 Uhr

Wasserwacht, Altenpflege, Kinderhilfsfonds oder Blindenreporter: Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) vereint eine Vielzahl von Aktionen und Angeboten unter seinem Schirm. Bei einer Mitmachaktion im Kieler Citti-Park können sich Besucher heute während der Öffnungszeiten des Centers selbst von der Vielfalt des DRK überzeugen.

„Viele wissen gar nicht, was wir alles machen“, so Anette Langner, Vorstand im DRK Landesverband Schleswig-Holstein. Seit Anfang Oktober ist sie neu in ihrem Amt. Die Mitmachtage, die bereits gestern starteten, sind eine ihrer ersten Aktionen. „Wir wollen den Besuchern unsere Vielfalt zeigen.“ Nur wenige Kieler wüssten zum Beispiel, dass das DRK die Strände an der Kieler Förde bewacht, nicht die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Bei der Aktion im Citti-Park präsentiert sich aber nicht nur die Wasserwacht. Besucher können außerdem ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen oder an einem Arabisch-Schnellkurs teilnehmen, der vom mobilen Integrationsteam des DRK angeboten wird. Nicht zuletzt hofft die Organisation aber auch darauf, neue Mitglieder werben zu können. „Ehrenamt funktioniert heute anders“, sagte Langner. „Früher waren die Leute 40 Jahre lang einer Sache treu. Heute konzentrieren sich viele eher auf einzelne Projekte oder Aktionen, die sie eine Zeit lang unterstützen.“ Rund 11  000 aktive Ehrenamtler sind allein in Schleswig-Holstein bereits im Einsatz. „Mehr Helfer können aber nie schaden“, so Langner.

Zu den Ehrenamtlichen gehört auch der 23-Jährige Marinus Ahrendt von der Bereitschaft Heikendorf. Mit seinen Kollegen kommt er beispielsweise bei Großveranstaltungen in der Ostseehalle oder bei der Kieler Woche zum Einsatz. „Wir bilden aber auch aus oder werden in Katastrophenfällen hinzugezogen“, erklärte Ahrendt. In einem solchen Fall kann sein Team am Einsatzort innerhalb von zehn Minuten eine mobile Klinik errichten. „Das wird vor allem wichtig, wenn die Infrastruktur beschädigt ist.“ Mit von der Partie ist in Zukunft auch der dreijährige Jack-Russell-Terrier Skipper. Er wird gerade zum Rettungshund ausgebildet. Zwei bis drei Jahre dauert es, bis die Tiere im Einsatz zum Beispiel bei der Suche von Verletzten unterstützen können.

Ahrendt und sein Team bieten an ihrer Station im Citti-Park außerdem eine Auffrischung in der Ersten Hilfe an. Sie zeigen den Besuchern wie man richtig reanimiert. Wo man bei einer Herzdruckmassage ansetzen muss und wie man beatmet. Gestern versuchten sich bereits einige der Gäste an der Übungspuppe. Das sei wichtig. Ums Auffrischen sollte sich niemand drücken. „Und sagen wir mal so, es ist gut, dass wir heute hier sind“, sagte Ahrendt gestern schmunzelt.

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