Tödliche Messerattacke in Schönkirchen : Lebenslange Haft für Tötung der Schwägerin gefordert

Die Angeklagte soll 2015 ihre Schwägerin erstochen haben. Die Verteidigung plädiert für eine Verurteilung wegen Totschlags, die Staatsanwaltschaft wegen Mordes.

shz.de von
28. Juni 2016, 13:09 Uhr

Kiel | Im Prozess um eine tödliche Messerattacke in Schönkirchen bei Kiel hat die Staatsanwaltschaft die Verurteilung einer 39-Jährigen wegen Mordes gefordert. Wie die Nebenklage plädierte sie bereits am Montag auf eine lebenslange Freiheitsstrafe für die Angeklagte, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte.

Die Verteidigung der Frau sprach sich in ihrem Schlussvortrag dagegen für eine Verurteilung wegen Totschlags im Zustand verminderter Schuldfähigkeit zu acht Jahren aus. Am Freitag (12 Uhr) will das Landgericht Kiel sein Urteil in dem Prozess verkünden.

Die Angeklagte soll ihre Schwägerin im September 2015 vor deren Wohnhaus in Schönkirchen (Kreis Plön) mit 17 Messerstichen wegen familiärer Streitigkeiten getötet haben. Die neun Jahre alte Tochter des Opfers musste die Bluttat hilflos mit ansehen. In ihrem letzten Wort hatte sich die Frau am Montag persönlich entschuldigt.

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