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Kunsttherapie für Kinder krebskranker Eltern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 04:28 Uhr

Die Diagnose Krebs betrifft die ganze Familie und ist immer eine enorme seelische Belastung für alle Beteiligten. Deshalb bieten die Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein und die Hospizinitiative Kiel jetzt neben Angeboten für Erkrankte auch eine Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche krebskranker Eltern an. Kleine Monster spielen dabei mit.

„Pro Jahr gibt es rund 18 000 diagnostizierte Neuerkrankungen in Schleswig-Holstein, da kann man nur in etwa ermessen, wie hoch die Zahl der Betroffenen insgesamt ist“, sagt Professor Bernhard Kimmig vom Vorstand der Krebsgesellschaft, die mit Spendengeldern das Kunstprojekt unterstützt. Während Sechs- bis Zwölfjährige zeichnen können, gibt es für Jugendliche ab 13 Jahren auch die Möglichkeit in der neuen Werkstatt mit Naturstoffen wie Holz zu arbeiten. „Diese kraftvolle Arbeit ist toll, denn da spüren die Kinder ihren Körper wieder, wo sonst oft nur Trauer und Schmerz vorrang hat“, sagt die Bildhauerin und Trauerbegleiterin Patricia Schmolke.

Zu Beginn eines jeden Kurses dürfen sich die Kinder ein Monster aus ihrer Kiste aussuchen – je nach Stimmungslage. Über dieses Monster komme man prima ins Gespräch. Wichtig für alle: Das Angebot ist kostenlos, jeden dritten Mittwoch im Monat (auch am 17. September). Das Ziel: Die Kinder ab der Diagnose zu erreichen. Je früher, desto besser ist das auch für die Eltern, die oft aus Sorgen versuchen, ihre Erkrankung in den Hintergrund zu schieben, so die Experten. emd


Anmeldung/Infos: 0431/22033544 oder kuklau@projektklee.de

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