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Kruber: Wahlkampf zwischen Heimatliebe und Rathaus-Erfahrung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2014 | 06:20 Uhr

Den Ort für die gestrige Vorstellung seines Wahlkampf-Konzeptes hatte Stefan Kruber (CDU) mit Bedacht gewählt: Die Alte Gießerei in Dietrichsdorf auf dem Kieler Ostufer. Damit bildete der Ort die Klammer für seine wesentlichen Botschaften. Er will der Mann vom Ostufer sein – er arbeitet dort als Anwalt – der für das Ostufer wirbt. Gleichzeitig stellt die Alte Gießerei den „ältesten authentischen Industriekomplex im Raum Kiel“ dar, wie die CDU Schleswig-Holstein mitteilte. Dies symbolisiert für den Oberbürgermeister-Kandidaten den Strukturwandel, dem sich auch die Landeshauptstadt stellen müsse. Außerdem sei das ein „Bekenntnis zum Industriestandort Kiel“, wenn die Räume auch eher musealen Charakter verströmten. Eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes, bessere Bildung und Infrastruktur sind weitere Schwerpunktthemen des 37-Jährigen.

Krubers Konkurrent, der SPD-Kandidat Ulf Kämpfer, hatte vor einigen Wochen sein „Weitblick“-Konzept vorgestellt und angekündigt, an besonders hohen Orten wie dem HDW-Kran Station zu machen. Als Seitenhieb darauf konnte man die Anmerkung Krubers verstehen, er wolle lieber dort sein, wo der Schuh drückt – „und nicht von oben auf die Stadt herunterschauen.“ Kiel sei eine Stadt mit riesigem Potenzial, aber auch großen Problemen. Vinetaplatz in Gaarden oder Moschee: Auch an ungewöhnlichen Orten will er präsent sein.

„Aus Liebe zu Kiel“ – ein emotionales Motto, mit dem der CDU-Ratsfraktionschef für sich werben will. Die Verbundenheit zur Stadt, die jahrelange Erfahrung in der Kommunal-Politik sieht er als seine Vorteile an. Kruber deutete zudem an, neben der FDP möglichweise von weiteren Parteien unterstützt zu werden.

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