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Kripochef will "massiv ermitteln"

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Rolfpeter Otts erste Aufgabe ist allerdings ein Umzug

Kiel | Wache blaue Augen und ein fester Händedruck: Rolfpeter Ott ist neuer Chef der Kieler Kriminalpolizei. Der gebürtige Kieler (44) tritt damit die Nachfolge von Oliver Malchow an, der die Kripo seit Mai leitete, bevor er Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei wurde.

Ott ist Kriminaloberrat, hat nach dem Abitur in Kiel und Wehrdienst Ende der 80er Jahre eine Karriere bei der Polizei eingeschlagen. Zunächst ging er für eine Ausbildung zum Bundeskriminalamt (BKA). Ein paar Jahre lang arbeitete er im Personenschutz in Bonn. "Aber 1995 habe ich Heimweh nach Meer, Wind und Wellen bekommen", erzählt Ott - und er wechselte zur Landespolizei nach Kiel. Nach einem kurzen Einsatz in Lübeck arbeitete Rolfpeter Ott bereits sechs Jahre im Kriminaldauerdienst (KDD) der Kieler Kripo. Er ließ sich zudem für den Höheren Dienst ausbilden und leitete bis Anfang 2012 Kripostellen in Plön und Rendsburg. Zuletzt arbeitete er als Ermittler im Landeskriminalamt.

Kiels neuer Kripochef wohnt im Kreis Plön. "Neben der Polizeiarbeit", sagt er, "habe ich zwei große Hobbys: Meine Familie und Handball". Ott ist verheirateter Vater einer Tochter (12) und eines Sohnes (9). Er spielte lange selbst Handball, bevor er sich in letzter Zeit mehr auf das Trainieren einer weiblichen D-Jugend in Laboe konzentriert hat.

In seiner neuen Position trägt Ott die Verantwortung für 115 Mitarbeiter - darunter 76 Kriminalbeamte und 18 Schutzpolizisten, und ist zuständig für fünf Kommissariate. Worin sieht er seine Herausforderung? "In Zeiten knapper Kassen und knappen Personals die Schwerpunkte richtig zu setzen", sagt er prompt. Ob in Raubfällen,

bei Dämmerungs-Einbrüchen oder bei Sexualstraftaten - Ott will "massiv ermitteln" und dabei aufpassen, "dass die Mitarbeiter nicht verheizt werden".

Doch bevor er sich ganz um die Sicherheit der Kieler kümmern kann, muss Ott eine

logistische Herausforderung meistern: Den Umzug von 150 Kollegen. Der ist nach Angaben eines Polizeisprechers notwendig, da das über 100 Jahre alte Dienstgebäude in der Blumenstraße in der Innenstadt "dringend renovierungs- und sanierungsbedürftig ist". Die Kripo samt Kriminaldauerdienst und der Bezirkskriminalinspektion kommen für 18 Monate in den Räumen des ehemaligen Finanzamts Kiel-Süd unter.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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