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Kiel-Mettenhof : Kripo: Brandursache auf Hof Akkerboom noch unklar

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach dem verheerenden Feuer in dem Kieler Kulturzentrum hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Mit einem Spürhund wird nach der Brandursache gesucht.

Kiel | Das zerstörte Kulturzentrum Hof Akkerboom in Mettenhof – am Dienstag verschafften sich Kripobeamte, Sachverständige und ein Mitarbeiter der Stadt Kiel einen Überblick in der Brandruine. Nach dem Feuer in der Nacht zu Montag ermittelt die Polizei nun bei der Ursachenfindung in alle Richtungen – ob es ein technischer Defekt war oder vielleicht Brandstiftung, so wie es bereits zwei Mal in den Jahren 2002 und 2007 der Fall gewesen ist. Auch ein Spürhund suchte das Gelände nach Hinweisen auf Brandstiftung ab. Ob er anschlug, ließ ein Ermittler Am Dienstag offen.

Unterdessen versucht die Hof Akkerboom-Koordinatorin Urte Busse, wieder etwas Struktur in die Arbeit vor Ort zu bringen. In der benachbarten Kulturscheune, die diesmal unversehrt blieb, hat sie sich ein provisorisches Büro eingerichtet. Wenn alles klappt, sollen ab Mittwoch Anrufe von Mietern, die etwa den Raum in der abgebrannten Tenne für Feiern gebucht hatten, wieder beantwortet werden können.

Nach dem Schock will sie, trotz Sorge um den Arbeitsplatz, nach vorn blicken: „Ich kann mir die Ruine anschauen und bin trotzdem in Aufbruchstimmung. Ich glaube schon, dass es irgendwie weitergehen wird“, so Urte Busse.

Kiels ehemaliger Kulturstadtrat und heutiger Vorsitzender des Landesfachausschusses Kultur der CDU Schleswig-Holstein, Gert Meyer, äußerte sich ebenfalls: „Ich habe mir vor Ort ein Bild gemacht und bin über die Situation erschüttert. Der erste Dank gilt der Feuerwehr, die noch Schlimmeres verhindern konnte.“ Die Bilder des abgebrannten Hauptgebäudes sähen „deprimierend“ aus, so Meyer.

Trotzdem seien alle Verantwortlichen, insbesondere bei der Stadt Kiel, aufgerufen zu prüfen, ob und gegebenenfalls wie ein Wiederaufbau oder ein Weiterbetrieb des Hofes als Kulturzentrum möglich gemacht werden kann. Meyer: „Auch das Land sollte zu gegebener Zeit prüfen, ob eine Unterstützung möglich ist.“

In der Nacht von Sonntag auf Montag brannte zunächst das Hauptgebäude aus. Nur die Grundmauern sind noch übrig. Funken setzten auch ein Nebengebäude in Brand.

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erstellt am 12.Aug.2015 | 16:37 Uhr

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