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Lübecker „Fehmarnbelt“ : Kriegsveteran: Über 100 Jahre altes Feuerschiff in Kieler Werft

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Das Schiff war an Manövern im Ersten Weltkrieg beteiligt und Kulisse für den Film „The Lightship“.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 16:57 Uhr

Kiel | Das ehemalige Feuerschiff „Fehmarnbelt“ liegt derzeit in der Kieler Werft „Gebrüder Friedrich“. Dort soll es überholt werden und sein Sicherheitszeugnis erhalten. Seine Heimat hat das Museumsschiff im Hansahafen in Lübeck. Gebaut wurde es auf der Thyen-Werft in Brake an der Weser als Dreimastschoner mit Notbesegelung. Es wurde 1908 als „Außeneider“ in Dienst gestellt. In der 50er und 60er Jahren war es unter den Namen „Flensburg“ und „Kiel“ im Einsatz.

Die häufigen Namenswechsel waren notwendig, da Feuerschiffe in der Regel an ihrer Bordwand gut sichtbar mit ihrer Position betitelt sind. Feuerschiffe liegen an einer bestimmten Position vor Anker. Sie haben ähnlich einem Leuchtturm ein Leuchtfeuer. Das Licht weist vorbeifahrenden Schiffen den Weg und warnt vor Gefahren in Küstennähe.

Historische Bekanntheit hat das Feuerschiff bereits durch die Teilnahme an militärischen Operationen im Jahr 1918 erfahren. Auch war das Schiff unter dem Namen „Hatteras“ 1984 im Film „The Lightship“ zu sehen.

In der Werft in Kiel wird die Materialstärke des Rumpfes, der Antriebswelle und des Ruderblatts gemessen. Auch die Ankerkette soll geprüft werden und alle Außenbords-Öffnungen werden freigelegt. Auch kleinere Arbeiten wie der Austausch der Mastverspannungen der Leuchtfeuerträger und der Festmacherpoller stehen an.

Die Werft beendet die Arbeiten voraussichtlich Ende dieser Woche. Das Museumsschiff soll dann Kurs auf den Heimathafen Lübeck nehmen.

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