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Kriege und Kriegsspiele an der Kieler Förde

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2015 | 00:32 Uhr

„Höhe 41“ hat der Landeshistoriker Stefan Wendt sein Buch über die „Kriege und Kriegsspiele an der Kieler Förde“ genannt. Der Titel geht zurück auf eine militärische Stellung in Kiel-Pries. Der Autor beleuchtet die deutsche Hochrüstung seit der Kaiserzeit und zeigt beispielsweise, wie schon während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 die Förde mit Torpedo-, Netz- und Kettensperren abgesichert wurde. Er geht auf die militärischen Bauwerke ein, die – je nach Technologiefortschritt – schnell wieder ihre Bedeutung verloren. Die Festung Friedrichsort sei genannt oder auch auch das Fort Jägersberg auf dem Ostufer bei Laboe.

1887/90, als der neue Kaiser-Wilhelm-Kanal (der spätere Nord-Ostsee-Kanal) den Militärs völlig neue Optionen bieten sollte, entstand bei Altenholz-Klausdorf das Fort Herwarth. Hier kamen im 1. Weltkrieg nicht nur russische Kriegsgefangene unter, sondern Anfang November 1918 auch 47 meuternde Matrosen der „Markgraf“. Die Geschichte ist bekannt: Andere Matrosen forderten die Freilassung ihrer Kameraden, es gab Streiks der unzufriedenen Arbeiter auf den Werften und Aufstände in den Straßen – der Funken der Novemberrevolution, die zum Sturz des Kaisers und zum Ende des Krieges führte. Kiel stand im Fokus – das lässt sich bei Wendt an vielen Stellen gut nachlesen.

Stefan Wendt: „Höhe 41 – Kriege und Kriegsspiele an der Kieler Förde im 19. und 20. Jahrhundert“, 216 durchgehend bebilderte Seiten, 29,90 Euro; Verlag Ludwig; ISBN 978-3-86935-230-5

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