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Kriege und Kriegsspiele an der Kieler Förde

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Höhe 41“ hat der Landeshistoriker Stefan Wendt sein Buch über die „Kriege und Kriegsspiele an der Kieler Förde“ genannt. Der Titel geht zurück auf eine militärische Stellung in Kiel-Pries. Der Autor beleuchtet die deutsche Hochrüstung seit der Kaiserzeit und zeigt beispielsweise, wie schon während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 die Förde mit Torpedo-, Netz- und Kettensperren abgesichert wurde. Er geht auf die militärischen Bauwerke ein, die – je nach Technologiefortschritt – schnell wieder ihre Bedeutung verloren. Die Festung Friedrichsort sei genannt oder auch auch das Fort Jägersberg auf dem Ostufer bei Laboe.

1887/90, als der neue Kaiser-Wilhelm-Kanal (der spätere Nord-Ostsee-Kanal) den Militärs völlig neue Optionen bieten sollte, entstand bei Altenholz-Klausdorf das Fort Herwarth. Hier kamen im 1. Weltkrieg nicht nur russische Kriegsgefangene unter, sondern Anfang November 1918 auch 47 meuternde Matrosen der „Markgraf“. Die Geschichte ist bekannt: Andere Matrosen forderten die Freilassung ihrer Kameraden, es gab Streiks der unzufriedenen Arbeiter auf den Werften und Aufstände in den Straßen – der Funken der Novemberrevolution, die zum Sturz des Kaisers und zum Ende des Krieges führte. Kiel stand im Fokus – das lässt sich bei Wendt an vielen Stellen gut nachlesen.

Stefan Wendt: „Höhe 41 – Kriege und Kriegsspiele an der Kieler Förde im 19. und 20. Jahrhundert“, 216 durchgehend bebilderte Seiten, 29,90 Euro; Verlag Ludwig; ISBN 978-3-86935-230-5

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erstellt am 22.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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