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Kieler Förde : Kreuzfahrten: Hamburg wird abgehängt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die hochmoderne „Mein Schiff 6“ wird zwar in Hamburg getauft. Doch die Reederei Tui Cruises macht Kiel zum Basishafen.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 18:32 Uhr

Kiel | Eingelaufen in die Kieler Förde ist „Mein Schiff 6“, der Neubau der Kreuzfahrtreederei Tui Cruises, bereits am Donnerstag. Gestern erfolgte an Bord die obligatorische Übergabe der Erstanlauf-Plakette. Dabei war den Vertretern von Stadt und Hafen Genugtuung anzumerken – Freude darüber, dass die Landeshauptstadt im harten Kreuzfahrergeschäft gegenüber der Millionenmetropole Hamburg die Nase, sprich: den Bug, vorne hat.

So erkannte Jens Knudsen als Chef von Sartori & Berger, dass in der Brust des hamburgischen Unternehmens Tui Cruises „zwei Herzen schlagen“. Nicht weniger als 26 Mal machen Tui-Schiffe in dieser Saison in Kiel fest. Allein 15 Anläufe sind für „Mein Schiff 6“ vorgesehen, für den schwimmenden Neubau dient die Landeshauptstadt sogar als Basishafen (nächste Stopps übrigens am am 16., 19. , 23. und 28. Mai).

Da macht es denn auch nichts, dass „Mein Schiff 6“ mit ihren 1267 Kabinen und Platz für über 2500 Passagiere offiziell am 1. Juni vor der Kulisse der Hamburger Elbphilharmonie getauft wird. Kiels Oberbürgermeister betrachtet die Visite in Kiel – nur zwei Tage nach Fertigstellung im finnischen Turku – einfach als „inoffizielle Taufe“.

Taufe in Hamburg, aber Kiel dient als Basishafen.
Taufe in Hamburg, aber Kiel dient als Basishafen. Foto: Rolf Dunkel

Ebenso wie Kämpfer freut sich auch Dirk Claus als Geschäftsführer des Port of Kiel, dass Tui mit der technischen Abgasnachbehandlung seiner Schornstein-Emissionen umweltbewusste Wege beschreitet. „Darauf sind wir stolz“, betonte Wybcke Meier als Tui-Chefin. Nach ihren Angaben sinken die Schwefel-Ausstöße nahezu auf Null, bei den Stickoxiden auf ein Viertel der ursprünglichen Menge. Kämpfer ist zuversichtlich: „Das wird die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen, wir müssen ja auch an die Förde-Anwohner denken.“

Kapitän Kjell Holm hat es genossen, wieder ein neues Schiff direkt von der Werft nach Kiel zu überführen. Es wird nicht das letzte sein. Weitere Neubauten sollen in den Folgejahren „Mein Schiff 1“ und „Mein Schiff 2“ ersetzen. 2019 will Tui Cruise eine der jüngsten Flotten in der Branche stellen. Das Durchschnittsalter der sechs Kreuzfahrer beträgt dann zweieinhalb Jahre – und die Bettenkapazität liegt bei 15.800.

Am Freitag wurde noch eine zweite Erstanlauf-Plakette verliehen: Die elegante Yacht „Le Soléal“  (142 Meter lang, 132 Kabinen, maximal 264 Passagiere) ist auf Kreuzfahrt „von der Nordsee zur Ostsee“.

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