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Hochschule Niederrhein : Krefeld: Kein Raum für AfD-Kandidatin Karin Kaiser aus SH

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Die Uni hat die Erlaubnis für eine Veranstaltung widerrufen. Ein Grund: Die Veranstaltung ist parteipolitisch.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 17:28 Uhr

Krefeld | Die Hochschullehrerin Karin Kaiser, die als AfD-Kandidatin in Schleswig-Holstein bei der Bundestagswahl kandidiert, darf jetzt doch keinen Raum der Hochschule Niederrhein (Krefeld) nutzen. Die Uni widerrief nach eigenen Angaben von Mittwoch die Genehmigung für eine Veranstaltung der Hochschullehrerin. Die Professorin hatte zunächst einen Raum bekommen zur Präsentation eines Forschungsvorhabens.

Tatsächlich entpuppte sich die angemeldete Veranstaltung als parteipolitisch motiviert und mit den eigenen Grundsätzen unvereinbar, wie die Hochschule erklärte. Die AfD-Politikerin kandidiert in Schleswig-Holstein für die Bundestagswahl. Sie ist auf der Landesliste auf Platz 8.

Bei ihrer Einladung an örtliche Parteien hatte sie sich laut Hochschule in einem offenen Brief über vermeintliche Mängel des Rechtsstaats ausgelassen und politische Forderungen aufgestellt.

Plötzlich hatte die Veranstaltung demnach auch einen anderen Titel: „Tod des Rechtsstaats - Gefahr für Freiheit und Demokratie“. Einer Zeitung teilte die AfD-Kandidatin den Angaben nach mit, dass bei der Veranstaltung ein Forderungskatalog für die Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl aufgestellt werden solle.

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