zur Navigation springen

Wellingdorfer Stadtteilfest : Kostenlos über die Förde zum Fest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Das Ostufer macht mobil“ heißt es am Sonntag in Wellingdorf. Seefischmarkt und Geomar öffnen ihre Tore , Open Ship auf der „Littorina“.

Den Blick auf das Ostufer richten können Besucher am kommenden Sonntag, 16. Juli, beim Stadtteilfest in Wellingdorf. Mehr noch: Gäste können sich dem Spektakel ganz gemütlich und stimmungsvoll über die Förde nähern. Zwischen den Anlegern Reventloubrücke und Seefischmarkt verkehren die Fähren nach einem Sonderfahrplan. Wer will, mag also sein Gefährt am Westufer stehen lassen, die Förde kreuzen, die Festmeile erkunden und sich beschwingt wieder auf den Rückweg machen. Das Besondere: Sämtliche Angebote sind kostenfrei.

Zwischen der alten Schwentinebrücke – die den Fluss Schwentine von der Kieler Förde trennt – und der Neuen Salzhalle auf dem Gelände des Seefischmarktes warten nahezu 100 Vereinsstände, Bühnen, Spielangebote und Beratungsangebote auf die Besucher. Die Organisatoren sprechen ganz unbescheiden von der „Kleinen Kieler Woche auf dem Ostufer“. Ganz Unrecht haben sie nicht: Immerhin wurden bei der letzten Ausgabe vor zwei Jahren über 35  000 Menschen gezählt.

Das hat natürlich auch mit der Attraktivität des angesehenen Meeresforschungsinstitutes Geomar zu tun. Die Wissenschaftler öffnen ihre Werkstätten und Labore (soweit dies im Rahmen des laufenden Umbauprogramms möglich ist). Gäste können den Tiefseeroboter Phoca ebenso bestaunen wie das Tauchboot Jago, sie können im Kuppelzelt auf 3-D-Tauchfahrt gehen und die scheuen Helden der Tiefsee erleben. Und natürlich hat die „Littorina“ an der Pier ihre Gangway heruntergelassen. Wer mag, darf das Forschungsschiff von unten bis oben erkunden.

Das Fest steht am Sonntag unter dem Motto „Das Ostufer macht mobil“. Beteiligt ist auch das ZTS, das Zentrum für maritime Technologie und Seefischmarkt. Dabei ermöglicht die alte historische Markthalle einen Blick in alte ruhmreiche Zeiten, als der Fisch zentnerweise von den Fangschiffen angelandet wurde. Ab 11.30 Uhr werden im stündlichen Wechsel Fischauktionen abgehalten. Dabei kommen auch seltene Exemplare wie Meeräschen, Seehechte oder sogar Seeteufel unter den Hammer. Kulturell garniert von „Sailor’s Hornpipe“ aus dem Ballett-Studio Schilksee.

Ob nun Oldtimer oder Optimisten-Segeln, Flohmarkt und Förde-Blasorchester, Shantychor, Steptanz, Streichelzoo oder Showkochen – die Palette der Angebote ist riesig. Traditionell beginnt das Wellingdorfer Stadtteilfest mit dem Gottesdienst um 10 Uhr, offiziell eröffnet Stadtpräsident Hans-Werner Tovar um 11 Uhr die Festmeile.

Dabei gibt es eine verspätete historische Reminiszenz. Um 11.30 Uhr wird der Stein enthüllt, der an „700 Jahre Wellingdorf“ erinnert. Die erste verbürgte Erwähnung der Ortschaft stammt aus dem Jahre 1315 anlässlich der Übereignung an das Heilig-Geist-Kloster in Kiel. Von „Belendorp“ war damals die Rede, der Name geht vermutlich (bel für ballig/wellig) auf die hügelige Landschaft zurück. Über Jahrhunderte war Wellingdorf ein reines Bauerndorf mit Gehöften beidseitig der Schönberger Straße, die Kiel mit der Probstei verband.  

zur Startseite

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert