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Stadtmuseum : Kostbarer Rokokoschrank als Geschenk

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein „echter Kieler“ ist er, der Rokokoschrank aus dem 18. Jahrhundert, der jetzt im Foyer des Stadtmusems steht. Geschenkt wurde er der Stadt von einem Kieler Kunstsammler.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2014 | 05:48 Uhr

Im Dezember 2013 erhielt das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Einen kostbaren Schreibschrank aus Eiche mit Edelholz-Intarsien aus dem 18. Jahrhundert, den der Kieler Kunstsammler Gerd Bruhn (Foto) dem Museum stiftete. Nachdem die Ratsversammlung die Annahme der hochwertigen Schenkung – der Wert liegt im unteren sechsstelligen Bereich – bestätigt hatte, wurde der Schrank, bestehend aus Kommodenunterteil samt Aufsatz, jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Er steht im Foyer des Warleberger Hofs.

Gerd Bruhn, der bereits seit seinem 22. Lebensjahr Kunst sammelt, hatte den Schrank 1987 auf einer Auktion in Stockholm ersteigert. „Er stand bei mir in Potsdam, meinem zweiten Wohnsitz. Aber irgendwie dachte ich, dass der nach Kiel gehört“, so Bruhn. Einen vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammenden Frachtzettel über den Transport von Kiel nach Stockholm entdeckte Museumsleiterin Dr. Doris Tillmann (Foto) noch auf der Rückseite. Denn ursprünglich ist der Schrank ein „echter Kieler“. Er wurde gefertigt von dem Kieler Kunsttischler Anton Gottfried Lindemann (1706-1787), der seinerzeit ein gefragter Ebenist war und kostbare Möbel fertigte. Arbeiten von ihm sind heute unter anderem in Museen in Kopenhagen und Gottorf zu sehen. Zu Lindemanns Kunden zählten Adelshäuser in ganz Nordeuropa. Tillmann freut sich über die Schenkung sehr, zumal der Rokoko-Schrank im Originalzustand ist.

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