Wohnungsbau in Kiel : Kooperation freut sich: Es geht voran

Bislang eine Brachfläche: Gleich neben dem Willy-Brandt-Ufer, der Promenade neben der Hörn, soll das neue Quartier für Wohnen und Büros entstehen.
Bislang eine Brachfläche: Gleich neben dem Willy-Brandt-Ufer, der Promenade neben der Hörn, soll das neue Quartier für Wohnen und Büros entstehen.

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06. Juli 2018, 18:01 Uhr

Die neue politische Mehrheit, die sogenannte „Kongo-Kooperation“ – benannt wegen der Farben Rot-Grün-Gelb –, freut sich. Eines ihrer Zentralthemen, der Wohnungsbau in Kiel, nahm bei der Ratsversammlung am Donnerstagabend großen Raum ein. Es ging gleich um drei Vorhaben: das Wohnprojekt auf dem Hof Hammer, das auch behinderten Menschen offen stehen soll, der soziale Wohnungsbau an der Droysenstraße (neben der Holtenauer Straße) und vor allem das Großprojekt für Wohnen und Gewerbe auf dem Ostufer der Hörn.

Auf dem Hof Hammer sollen 200 Wohneinheiten entstehen, mindestens ein Drittel als sozialer Wohnungsbau mit niedrigen Mieten. An der Droysenstraße geht es um über 70 neue Wohnungen – überwiegend für Studenten der nicht weit entfernten Christian-Albrechts-Universität. Und an der Hörn, gleich neben der Bahnhofsbrücke und dem Germaniahafen, sind in mehreren Abschnitten insgesamt über 700 neue Wohneinheiten vorgesehen, von denen ein gutes Viertel öffentlich gefördert werden soll.

Astrid Leßmann, die wohnungspolitische Sprecherin der SPD, stellt fest: „Der Masterplan Wohnen und der Wohnbauflächenatlas waren wichtige Vorarbeiten, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Mit den Beschlüssen machen wir den nächsten Schritt, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.“ Für den Grünen Arne Langniß ist es bemerkenswert, dass an der Hörn Stellplätze unter den Gebäuden verschwinden und damit mehr Lebensraum für die Menschen geschaffen wird. Für die FDP hält Christina Musculus-Stahnke fest: „Mit dem Beschluss der Ratsversammlung wird der Grundstein dafür gelegt, die Hörn und die Innenstadt insgesamt zu beleben.“

SPD, Grüne und FDP hatten schon in ihrem Kooperationspapier festgeschrieben, beim Wohnungsbau in jedem Stadtteil einen angemessenen Anteil an öffentlich gefördertem Wohnraum zu verwirklichen. Dabei soll auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft helfen, die man schleunigst gründen möchte. Bis zum Herbst soll ein konkreter Vorschlag vorliegen.

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