Diesel-Debatte : Konzepte für bessere Luft: Kiel bekommt Fördermittel vom Bund

Die Landeshaupstadt stand 2016 an vierter Stelle der am stärksten mit Stickoxid belasteten Städte.

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20. Dezember 2017, 15:09 Uhr

Berlin/Kiel | Als eine von 60 deutschen Städten bekommt die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel Bundesmittel für Konzepte zur Bekämpfung von Diesel-Abgasen. Entsprechende Förderbescheide erhielten die Städte am Mittwoch vom geschäftsführenden Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU).

Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Kiel bekommen die Kommunen insgesamt zunächst zwölf Millionen Euro, um Masterpläne für sogenannte green cities (grüne Städte) zu erstellen. Mithilfe der Fördermittel könnten Gutachten bezahlt werden. Kiel habe 165.000 Euro beantragt. Wie viel davon tatsächlich fließen, war zunächst nicht bekannt.

Nach Fertigstellung eines Masterplans für bessere Luft könnten sich die Städte dann um Anteile an einem 400-Millionen-Euro-Paket des Bundes für green cities bemühen, hieß es. Hier gehe es unter anderem um digitale Verkehrsführungen. Insgesamt will der Bund gegen Diesel-Abgase eine Milliarde Euro aufbringen, was nach Auffassung der Städte bei weitem nicht ausreicht.

Kiel stand 2016 mit 65 Mikrogramm je Kubikmeter Luft an einer viel befahrenen Schnellstraße an vierter Stelle der am stärksten mit Stickoxid belasteten Städte in Deutschland. Inzwischen ist der Wert etwas gesunken.

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