Nach Protesten : Kompromiss für Kieler Schule

Krach gemacht: Die Schul-Demo gegen den Umzug.
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Krach gemacht: Die Schul-Demo gegen den Umzug.

Ein Umzug der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule in den Stadtnorden stand seit einem Jahr im Raum. Doch das wollte die Schule nicht. Möglicher Kompromiss: Eine Außenstelle im Stadtteil Wik. Der Schulausschuss ist einstimmig dafür.

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11. Oktober 2014, 06:27 Uhr

Während oben im 6. Stock des Neuen Rathauses die Argumente ausgetauscht wurden – mal mehr, mal weniger sachlich – schrillten unten in der Kieler Innenstadt die Trillerpfeifen: Schüler der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule (FJS) und deren Eltern machten durch Lärm und Transparente darauf aufmerksam, dass sie mit ihrer Schule nicht aus dem Stadtteil Hasseldieksdamm in den Kieler Norden umziehen wollen. Dort, so die Idee der Stadtverwaltung, soll die Sekundarstufe I als wichtiger Schulstandort im Stadtteil Wik erhalten werden. Dafür sollten neue fünfte Klassen an der auslaufenden Regionalschule Timm-Kröger-Schule angesiedelt werden. Das wollen weder Schüler, Eltern, Lehrer noch Schulleiter. Nach zähem Ringen hatte die Rathauskooperation aus SPD, Grünen und SSW einen neuen Vorschlag entwickelt, der eine Außenstelle der FJS in der Wik vorsieht. Die FJS könnte damit als Hauptstelle an ihrem alten Standort bleiben. Der Schulausschluss stimmte am Donnerstagabend einstimmig dafür, die Linken enthielten sich. Weitere Fragen müssen geklärt werden. Endgültig darüber entscheiden soll die Ratsversammlung am 30. Oktober. Am Abend brandete vor dem Neuen Rathaus Jubel auf.

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