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Komödianten bleiben wild und modern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Kieler Privattheater startet in seine Jubiläumssaison / 30. Spielzeit beinhaltet mit „Busenfreundinnen“ auch eine deutsche Erstaufführung

Ganz am Anfang, da hoffte Markus Dentler, sich mit seinem „Theater Die Komödianten“ an der Kieler Wilhelminenstraße „zwei, drei Jahre über Wasser zu halten“. Jetzt geht die 1984 gegründete Stätte in ihre 30. Spielzeit. Gestern stellte Dentler das Programm für die Jubiläumssaison vor.

Wild und modern wolle das private Theater bleiben, erklärte Dentler. Los geht es an diesem Freitag mit dem Stück „Nipplejesus“ (20.30 Uhr). Am 17. Oktober feiert dann das Stück „Busenfreundinnen“ Premiere, zugleich ist es die deutsche Erstaufführung des Stücks des Österreichers Peter Blaikner. „Witzig, spritzig – ich bin gespannt, wie es in Kiel angenommen wird“, sagte Dentler. Auf der Bühne werden dann Angelina Kamp und Rafaela Schwarzer stehen. Letztere war auch schon im Sommer 2013 dabei, als die Komödianten „Das Hohelied Salomos“ auf der Kieler Förde zwischen Kreuzfahrtschiffen und Kiellinie auf einer schwimmenden Bühne zum Besten gaben. Für den Juni 2014 ist eine weitere Auflage dieses „Culture and Cruise“ getauften Aktionstheaters geplant. „Die Verhandlungen mit dem Seehafen Kiel laufen“, betonte Dentler.

Natürlich darf auch „Der kleine Prinz“ nicht im Programm der Komödianten fehlen. Das Paradestück wird vom 11. Juli bis zum 24. August 2014 wieder im Freilichttheater des Kieler Rathaus-Innenhofs zu sehen sein. Eine mögliche neue Form für einige Aufführungen des Stücks von Antoine de Saint-Exupéry ist dabei aktuell im Gespräch – in Zusammenarbeit mit Schauspielern und Theatern aus den Partnerstädten Kiels. „Jede Partnerstadt könnte beispielsweise einen Schauspieler schicken, sodass auf jedem Planeten, den der kleine Prinz besucht, eine andere europäische Sprache gesprochen wird“, erklärt Markus Dentler seine Idee.

Eine weitere möchte er im Februar 2014 umsetzen. Das Männer-Welt-Theater, so der vorläufige Arbeitstitel, soll laut Dentler „Stücke zeigen, die die Welt nicht kennt, weil sie entweder zu kurz sind oder weil sie sonst einfach keiner spielt“. Mit dabei soll dann zum Beispiel auch „Atem“ von Samuel Beckett sein, ein Einakter, der nur rund 45 Sekunden dauert.

Ebenfalls noch im Planungsstadium befindet sich – anlässlich des Jubiläums – ein Festival, bei dem im Frühjahr 2014 die Klassiker und die größten Hits aus der Geschichte der Komödianten gespielt werden sollen – „Sex – aber mit Vergnügen“ (seit 1997 im Spielplan), „Bagger“ (seit 2004) und auch „Männer und andere Irrtümer“ (seit 2009).

Weitere Höhepunkte werden eine Galerie im Probenraum der „Komödianten“ sowie Auswärtsauftritte beim internationalen Frauen-Theater-Festival in Kiew (Ukraine, 6. Oktober) und bei der Eröffnung des restaurierten Tilsit-Theaters in Kiels Partnerstadt Sovetsk (Russland) sein. Und Dentlers größter Wunsch für die Jubiläumsspielzeit? „Das Publikum soll sich seine Neugier bewahren, unvoreingenommen in unsere Vorführungen kommen und sich von den Schauspielern verführen lassen.“


Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.komoediantentheater.de

 

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erstellt am 11.Sep.2013 | 13:00 Uhr

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