Unfall am Nord-Ostsee-Kanal : Kollision in Kiel-Holtenau: Frachter aus der Schleuse geschleppt

Die zerstörte Schleuse am Mittwochvormittag.
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Die zerstörte Schleuse am Mittwochvormittag.

Seitdem ein Containerschiff mit hoher Geschwindigkeit das Schleusentor durchbrochen hat, ist die Kammer für die Schifffahrt gesperrt.

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21. Februar 2018, 16:15 Uhr

Kiel | Bis die Große Südschleuse in Kiel-Holtenau wieder befahrbar ist, wird es noch einige Zeit dauern. In der Nacht zu Dienstag war der Frachter „Akacia“ mit hoher Geschwindigkeit gegen das Tor der Holtenauer Südschleuse gefahren. Seitdem ist die Kammer für den Schiffsverkehr gesperrt.

Am Dienstag wurde der Rumpf des Frachters aus dem Schleusentor gezogen und in der Schleuse festgemacht. Inzwischen ist das 149 Meter lange und 23 Meter breite Containerschiff mithilfe von zwei Schleppern in den Kanal gezogen worden. Es hat an einem Liegeplatz im NOK unweit der Schleuse festgemacht. Ab dort ist dann die Reederei für die Reparatur zuständig.

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Sobald der Frachter die Schleuse verlassen hat, werden Taucher das Tor untersuchen, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) am Mittwoch mit. Sie waren bereits am Dienstag abgetaucht. Doch konnten sie das komplette Schadensausmaß nicht ausmachen, da das Schiff noch im Schleusentor steckte. Zudem sollen sie im Wasser befindliche Torteile bergen.

Das zerstörte Schiebetor soll anschließend abgebaut und durch ein Reservetor ersetzt werden. Dafür muss das 1000 Tonnen schwere beschädigte Schleusentor mit 16 im Tor befindlichen Ballasttanks aufgeschwommen werden. Dies geht allerdings nur, wenn die Statik es zulässt, teilt das Wasser- und Schifffahrtsamt mit. Es ist durchaus möglich, dass bei der Kollision einige der Ballasttanks beschädigt wurden und durch neue ersetzt werden müssen.

Hier geht es zur Webcam an der Holtenauer Schleuse.

Wegen der Schiffskollision mit dem Schleusentor war der Schiffsverkehr am Nord-Ostsee-Kanal am Mittwoch weiterhin behindert. Die Verzögerung für Schiffe an der Schleuse Kiel-Holtenau betrug etwa zwei drei Stunden, teilte das (WSA) mit. In Brunsbüttel an der Elbe betrug die Verzögerung am Mittwoch ein bis zwei Stunden.

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