Polizei räumt Kieler Shisha-Treff : Kohlenmonoxidvergiftung: Mann bricht vor Shisha-Bar zusammen

<p>Wie giftig sind die Kohlenmonoxid-Dämpfe in Shisha-Bars wirklich?</p>

Wie giftig sind die Kohlenmonoxid-Dämpfe in Shisha-Bars wirklich?

Für den 19-Jährigen ging es direkt ins Krankenhaus. Die Bar in der Kirchhofallee ist bis auf Weiteres geschlossen.

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02. Januar 2018, 11:50 Uhr

Kiel | In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist ein 19-Jähriger nach dem Besuch einer Shisha-Bar in Kiel vor deren Tür zusammengebrochen. Der junge Mann wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Polizeidirektion Kiel mit. Messungen in der Bar ergaben zu diesem Zeitpunkt zwar keine erhöhten Kohlenmonoxid-Werte. Am Sonntagmorgen meldete das Krankenhaus jedoch als Ursache des Zusammenbruchs eine Kohlenmonoxidvergiftung des Patienten. Polizei, Feuerwehr und das Ordnungsamt überprüften die betroffene Shisha-Bar daraufhin ein weiteres Mal und stellten nun eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration in den Räumen fest. Die Bar, in der sich zu diesem Zeitpunkt drei Gäste befanden, wurde von den Einsatzkräften geräumt und der weitere Betrieb bis zum Abschluss der Ermittlungen untersagt.

Doch es ist nicht die erste Kohlenmonoxid-Vergiftung in einer Shisha-Bar. Anfang Dezember etwa hatte ein bewusstloser Gast eines Hamburger Shisha-Treffs einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Rettungskräfte brachten den Patienten mit Verdacht auf Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus sowie 20 weitere Gäste der Bar ins Freie. Schon im vergangenen Jahr hatten Ärzte im Rheinland die verpflichtende Installation von Kohlenmonoxid-Meldern in Shisha-Bars gefordert. Die Ärztekammer Nordrhein erklärte dazu, in vielen dieser Lokale werde rund um die Uhr Wasserpfeifenkohle verbrannt. Diese führte zu hohen und gesundheitsgefährdenden Werten von Kohlenmonoxid in der Raumluft.

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