zur Navigation springen

Schulensee bei Kiel : Knochenfund im Garten: Staatsanwaltschaft prüft NS-Verbrechen

vom

Eine Anwohnerin fand die menschlichen Knochen im Garten. Stammen sie von Opfern der Nazis?

Kiel | Nach dem Fund menschlicher Knochen in einem Garten in Schulensee bei Kiel untersucht die Staatsanwaltschaft Kiel, ob sie von Opfern des Nazi-Regimes stammen könnten. Es werde geprüft, ob die Knochenfunde Ermittlungsverfahren zugeordnet werden können, die zwischen 1946 und 1965 anhängig waren, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Dabei gehe es um Tötungsdelikte und andere Verbrechen im Zusammenhang mit den Lagern Drachensee und Nordmark sowie um die Tötung britischer Kriegsgefangener im März 1944. Wiebke Misfeldt, eine Anwohnerin, hatte die Jahrzehnte alten Knochen in ihrem Garten gefunden – beim Ausheben eines Fundaments für ein Gewächshaus.

In der vergangenen Woche hatte die Staatsanwalt noch mitgeteilt, es gebe keine Hinweise auf Straftaten und ihre Untersuchungen zunächst für abgeschlossen erklärt.

„Mich erschreckt, dass niemand fragt, woher die einhundert Knochen inklusive Schädel kommen“, sagte die Finderin vor ein paar Tagen. „Zu Kriegsende führten Todesmärsche direkt hier vorbei“, so Misfeldt. „Es ist ein Skandal, dass diesen Menschen keine ordentliche Bestattung gewährt wird.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Mär.2015 | 19:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen