Geburten : Kiels Mütter werden immer älter

Künftig sollen Kinder das Recht haben, die Identität des Vaters zu erfahren, wenn sie mit einer Samenspende gezeugt wurden.
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Künftig sollen Kinder das Recht haben, die Identität des Vaters zu erfahren, wenn sie mit einer Samenspende gezeugt wurden.

Mit 1954 Geburten ist das städtische Krankenhaus in Kiel im vergangenen Jahr erneut die geburtenstärkste Klinik in ganz Schleswig-Holstein gewesen. Dabei zeigt sich auch: Fast jede vierte Frau ist bei der Geburt ihres Kindes mindestens 35 Jahre alt.

shz.de von
08. Januar 2018, 17:51 Uhr

Genau 1954 Geburten: Obwohl man 18 Geburten weniger verzeichnete als 2016, war das Städtische Krankenhaus in Kiel im vergangenen Jahr erneut die geburtenstärkste Klinik in ganz Schleswig-Holstein. Die Geburtenzahl war 2017 aber im gesamten Land leicht gesunken. Wurden 2016 noch 21 950 Babys geboren, so waren es im vergangenen Jahr nur 21 573, was einem Rückgang von 1,7 Prozent entspricht.

Um die werdenden Mütter auch in Zukunft bestens versorgen zu können, soll im Mai im Städtischen Krankenhaus ein weiterer Kreißsaal eingeweiht werden. Insgesamt verfügt das Krankenhaus dann über fünf Kreißsäle. Auf große Resonanz stieß auch das Betreuungsmodell des hebammengeleiteten Kreißsaales – ein zusätzliches Angebot der Frauenklinik im Städtischen seit Mai vergangenen Jahres. 250 Frauen entschieden sich für das Programm, tatsächlich entbunden dann aber nur 30 Frauen danach. Der Grund waren meist Komplikationen beziehungsweise Auffälligkeiten in der Schwangerschaft oder bei der Geburt, die dann unter ärztlicher Begleitung stattfinden musste.

Auch die Altersstruktur der Mütter im Städtischen ist in Bewegung. Der Anteil der Mütter unter 18 Jahren (0,2 Prozent) ist im Vergleich zu 2016 (0,4 Prozent) weiter rückläufig. Die größte Gruppe stellen Mütter im Alter zwischen 30 und 35 Jahren mit 39 Prozent (2016: 40,2 Prozent). Tatsächlich hat sich der Anteil der Mütter, die bei der Geburt ihres Kindes 35 Jahre und älter sind, mit 21,7 Prozent weiter erhöht (2016: 18,6 Prozent). Die Entbindungen per Kaiserschnitt sind allerdings nicht gestiegen, sie hatten mit 28 Prozent einen ähnlich hohen Anteil wie 2016. Sie liegen damit – das ist auffällig – deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

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