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Analyse von Immobilien-Firma : Kiels Immobilien stark gefragt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Besonders im Fokus sind der Firma Hans Schütt zufolge Mehrfamilienhäuser aus der Kaiserzeit - am liebsten mit Stuckfassade. Solche Gebäude stehen etwa am Schrevenpark oder auch in der Holtenauer Straße.

Die Landeshauptstadt ist einer Analyse der Kieler Firma Hans Schütt Immobilien zufolge als Universitätsstadt stark gefragt. Damit verbunden ist die immer noch wachsende Beliebtheit, in Immobilien zu investieren. „Auch in Kiel sind zum Verkauf stehende gute Mehrfamilienhäuser knapp“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter, Hans Schütt: „Preiserhöhungen sind die Folge“. Besonders nachgefragt seien Mehrfamilienhäuser aus der Kaiserzeit mit Stuckfassaden in zentralen Innenstadtlagen wie rund um den Blücherplatz oder in der Nähe der Universität, etwa am Schrevenpark, hieß es.

Auch gepflegte und gut unterhaltene Rotsteingebäude aus der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg erfreuen sich Schütt zufolge einer „belebten Nachfrage“. Auf diesem Markt tummeln sich Interessenten aus der Region und auch aus der Metropolregion Hamburg. Denn in der Hansestadt bietet der Markt „kaum noch ein annehmbares Angebot“, teilt die Firma mit.

Die Preise für Gewerbeimmobilien sind laut Schütt nach wie vor stabil. Das „Nordlicht“-Einkaufszentrum auf dem Gelände des ehemaligen Karstadt-Hauses am Alten Markt belebt offenbar die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen im Bereich der nördlichen Holstenstraße. Hans Schütt: „Die Mietpreise für Einzelhandelsflächen in 1-A-Lagen liegen im Schnitt zwischen 35 und 70 Euro pro Quadratmeter.“ Anders sieht es in den Randlagen aus (siehe Foto). Dort ist mit längerfristigen Leerständen und deutlichen Mietpreisrückgängen zu rechnen, so die Prognose des Kieler Immobilien-Experten. Hintergrund ist die sinkende Nachfrage auf Grund des wachsenden Onlinehandels.

Bei den Eigentumswohnungen sieht es ähnlich aus wie bei den Mehrfamilienhäusern: Gefragt ist, was alt, aber gut erhalten ist und in beliebten Stadtvierteln auf dem Westufer steht. Oder aber exklusive Neubauten mit unverbaubarem Fördeblick. Hans Schütt: „Ausstattungsmerkmale wie Balkon, Aufzug, Pkw-Stellplatz spielen eine wichtige Rolle.“ Die Kaufpreise liegen zwischen 950 und 1 500 Euro pro Quadratmeter. Aber auch Kaufpreisforderungen bis 5 000 Euro pro Quadratmeter seien im Einzelfall möglich, so Schütt. Insgesamt stellt der Firmeninhaber aber fest: „Die Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf 6,5 Prozent führt zu intensiveren Kaufpreisverhandlungen und leicht rückläufigen Immobilienumsätzen.“

Was den Mietwohnungsmarkt angeht, stellt Schütt auf dem Kieler Westufer eine „spürbar lebhaftere Nachfrage“ un ein zunehmend knapperes Angebot fest. Die durchschnittliche Miete liege dort je nach Ausstattung zwischen etwa 6 bis 7 Euro pro Quadratmeter. In Prestigelagen sind im Neubauerstbezug zwischen zehn und 14 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche möglich. Besonders gesucht sind in allen Stadtteilen Ein-Zimmer-Wohnungen und Vier-Zimmer-Wohnungen.





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erstellt am 14.Okt.2014 | 06:10 Uhr

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