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Kieler Woche-Umfrage: Hohe Preise und Anreisebedingungen kritisiert

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Zielgruppe der Kieler Woche sollen die Jugendlichen sein. Auf Grundlage einer repräsentativen Umfrage der Besucher der Kieler Woche 2013 soll das Interesse der Jugendlichen nun mehr in den Fokus gerückt und in einer Art Ideenwerkstatt erarbeitet werden. Diese Konsequenz zieht die Stadt Kiel aus der Umfrage.

Die „Junge Bühne“, die Veranstaltungen in der „Pumpe“ und das Wakeboarden am Bootshafen stellten eine „große Sogwirkung“ auf Jugendliche dar, die es Tim Holborn (Leiter des städtischen Amtes für Wirtschaft) zufolge auszuweiten gelte. Bei der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend stellte er die Ergebnisse der Befragung von 3 283 Personen vor und sprach von Workshops, in denen etwa mit Schulklassen die Frage geklärt werden könnte: Was sind die Wünsche der Jugend? „Wer nun ein Konzert von einem weltbekannten Hip-Hopper erwartet, muss enttäuscht werden“, sagte Holborn mit einem Augenzwinkern.

Dass die Bürger befragt werden sollten, war eine Forderung der Ratsversammlung im Mai 2012 nach mehr Bürgerbeteiligung gewesen. Während das Fundament des Fests – die Musik, die kulinarische Vielfalt, die Atmosphäre und das Angebot für Kinder – nach Meinung der befragten Gäste unangetastet bleiben kann, gab es auch Kritik. Die galt neben dem Jugendangebot im Bereich Preis-Leistungs-Verhältnis dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Zu den Preisen betonte Holborn, dass Besuchern klargemacht werden müsse, dass sie beispielsweise mit Getränkepreisen auch ein Konzert mitbezahlten: „Man bezahlt nicht nur das, was man konkret in der Hand hält.“ Die Anreisebedingen seien ein „Dauerbrenner bei der Kritik“. Dabei stoße man an die Grenzen der Buskapazitäten. Mit der Bahn sollen Gespräche insbesondere hinsichtlich spätabendlicher Verbindungen geführt werden.

Zudem will die Stadt wieder auf Kleinkunst setzen. Versuche, das Angebot auf einer Bühne zu bündeln, seien nicht erfolgreich gewesen. Deshalb sollen die Künstler wieder über die Fläche laufen sollen.

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erstellt am 14.Feb.2014 | 07:05 Uhr

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