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Pilotprojekt : Kieler Woche soll der Jugend mehr bieten

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für Zehn- bis Siebzehnjährige gibt es bisher zu wenig Angebote . In diesem Jahr ist mit „Junge Bühne Playground“ ein Pilotprojekt mit kreativ-sportlichem Programm geplant.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 05:49 Uhr

Die Kleinen dürfen auf der Spiellinie werkeln, die Großen besuchen die Konzerte, die Familie schlemmt sich über den Internationalen Markt – und die Segelbegeisterten verfolgen die Regatten. An alle Alters - und Zielgruppen wird bei der Kieler Woche gedacht – sollte man meinen. Doch bei einer Umfrage zur Kieler Woche vor zwei Jahren kam heraus: Es wird zu wenig für die Teenager getan. Die zehn - bis siebzehnjährigen Gäste können zwar auf der etablierten „Jungen Bühne“ mitwirken, doch das war es dann schon. Von einer „Angebotslücke“ spricht auch die Stadt selbst. In diesem Sommer soll nun als Reaktion auf das Ergebnis zum ersten Mal ein Pilotprojekt starten: Eine Art Abenteuerspielplatz für ältere Kinder und Jugendliche. „Junge Bühne Playground“ heißt das Konzept, das ein kreativ-sportliches Programm verspricht.

An den beiden Wochenenden der Kieler Woche ist im Ratsdienergarten am Kleinen Kiel Raum für Action, kreatives Handwerk, künstlerische Aktivitäten und entspanntes Abhängen vorgesehen. Ganz so, wie es den Wünschen von Besuchern der Kieler Jugendtreffs entspricht. Denn die wurden eigens dafür befragt. Zwei Zelte wird es demnach geben, Sonnensegel, viele Angebote stehen bereits. Guerilla Knitting – Stricken und Häkeln für den öffentlichen Raum, findet sich ebenso darunter wie ein Comic-Workshop: So soll eine Comic-Geschichte aus Figuren und Sprechblasen entstehen. Zudem wird es neben dem Poetry Slam auch einen Comic Battle geben. Im Graffiti Atelier gibt es die Möglichkeit mit Farbe aus der Sprühdose zu experimentieren, im Möbel-Upcycling-Projekt lassen sich kleine Holzkunstwerke gestalten. Auch für mitgebrachte Klamotten gibt es ein Upcycling-Projekt. Außerdem soll eine Kompost-Festival-Toilette gebaut werden. Auf der „Open Stage“ können junge Straßenkünstler sich selbst präsentieren. Wer sich eher körperlich austoben will, der darf an einer Kletterwand kraxeln, das Parcours-Running ausprobieren, sich beim Kicker-Turnier mit anderen messen, auf der Skateboard-Minirampe Kunststücke einstudieren oder im Beppolino-Zirkuszelt Artistik, Jonglage und mehr ausprobieren. Zudem will der Hochseilgarten Altenhof einen Kletterparcours aufbauen.

Und das ist noch nicht alles, wie Burkhardt Richard vom Kieler Jugendring und Mitinitiator der „Jungen Bühne“ verrät: „Wichtig sind auch Rückzugsräume für die Jugendlichen“, sagt er. „Viele wollen gar nicht so viel Action.“ Darum gibt es die Möglichkeit, sich in der Tea-Lounge bei Gratis-Tee und kleinen Snacks zu entspannen. Am besten gefällt Richard die Kooperation mit dem Kieler Theater: „Wir bekommen Kostüme von der Gewandmeisterin gestellt. Daraus lassen sich Looks für neue Rollen gestalten.“ Die Teilnehmer werden frisiert, gestylt und professionell fotografiert.

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Pilotprojekt soll nach Angaben von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer aus dem Kieler-Woche-Etat finanziert werden. Am Dienstag befasst sich der Hauptausschuss mit dem Konzept.

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