Volksfest : Kieler-Woche-Programmheft: Mehr Segeln und mehr Kleinkunst

Jährlich strömen Millionen Besucher zur Kieler Woche, so auch im vergangenen Juni. In diesem Jahr können sich die Gäste des Volksfestes über einige Neuerungen freuen.
Jährlich strömen Millionen Besucher zur Kieler Woche, so auch im vergangenen Juni. In diesem Jahr können sich die Gäste des Volksfestes über einige Neuerungen freuen.

Poetry-Slam-Battle, Elektromusik und Kieler-Woche-TV in der Innenstadt: Das Kiwo-Programmheft zeigt, was neu ist.

shz.de von
31. Mai 2018, 09:35 Uhr

Kiel | In gut zwei Wochen startet die Kieler Woche. Das größte Segelsportereignis der Welt und das größte Sommerfest Europas erstrahlt in diesem Jahr in neuem Glanz. Ab heute gibt es das detaillierte Programm zum nachlesen und planen.

Der Internationale Markt

32 Nationen stellen sich 2018 vor – in diesem Jahr besonders individuell. Die weißen Pagodenzelte werden ersetzt, jeder Stand soll sein Land authentisch repräsentieren. Neu mit dabei sind Uganda und Kroatien. Während die einen mit Papierschmuck vertreten sind, punkten die anderen mit „Frozen Julischka“. Auch Frankreich ist nach einer Pause wieder vertreten. Nicht mit dabei ist die Türkei. Neben zahlreichen kulinarischen Höhepunkten bietet der Internationale Markt auch wieder ein Bühnenprogramm „mit einer neu gestalteten Bühne“, wie Philipp Dornberger, Leiter Kieler-Woche-Büro, verriet. Zu sehen sind hier zahlreiche Folkloregruppen und moderne Künstler. Mit dabei sind unter anderem die Ostrobothnia Jazz Sextetts aus Vaasa (20. Juni, 17 Uhr) oder Marion und seine Sobo Band aus Belgien (23. Juni, 18 Uhr). Ebenfalls werden auf der Bühne Spiele der Fußball-WM zu sehen sein. Gezeigt wird das Spiel unserer Elf gegen Mexiko (17. Juni), sowie das Match gegen Schweden (23. Juni).

Die Kleinkunstmeile

Wer statt Fußball lieber bei Kleinkunstdarbietungen bleibt, ist auf der Kiwo in diesem Jahr besonders gut aufgehoben. „Wir geben deutlich mehr Künstlern die Möglichkeit, sich zu präsentieren“, sagte Dornberger. So stehen die Kleinkunstbühnen nicht mehr nur wie gewohnt an der Förde, sondern auch in der Innenstadt. Über 800 Auftritte von mehr als 40 Kleinkunstgruppen sind geplant. Mit dabei sind „Jochen der Elefant“, der überlebensgroße Kieler-Woche-Matrose und das Stelzentheater Skaramouche, das venezianischen und brasilianischen Karneval auf die Kiwo bringt.

Der Segelsport

Die Besucher sollen aber nicht nur mehr von der Kleinkunst haben. Auch das Thema Segeln soll in die Innenstadt geholt werden. Zum einen mit bestimmten Designs. Zum anderen ist geplant, das Kieler-Woche-TV aus Schilksee auf dem Internationalen Markt zu zeigen. So könnten eventuelle Leerzeiten genutzt werden.

Die Junge Bühne

Auch die junge Bühne präsentiert sich neu. „Wir haben uns vor allem bemüht, den Platz schöner zu gestalten“, erklärte Stefan Simon, der zusammen mit Jugendlichen an dem Projekt gefeilt hat. Neben Newcomern aus dem Deutschen Norden sind auch Bands aus Kieler Partnerstädten mit dabei. Beispielsweise „TekMao“ aus dem französischen Brest (20. Juni) oder die Post-Grunge-Rock-Band „Overseer“ aus dem britischen Coventry (21. Juni). Dazu wird der Elektromusik mehr Platz eingeräumt. Außerdem steht diesmal Kiels Oberbürgermeister selbst auf der Bühne. In einem Poetry-Slam-Battle wird Ulf Kämpfer gegen einen Kandidaten aus Kiel oder Umgebung antreten. Noch steht sein Gegner allerdings nicht fest.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen