Programm der Radiosender : Kieler Woche: Konzerte wieder kostenlos

An der Hörn werden auch 2016 zahlreiche Musiker erwartet.
An der Hörn werden auch 2016 zahlreiche Musiker erwartet.

RSH, Delta Radio und Radio Nora sind nach ihrem Ausstieg 2011 in diesem Jahr wieder mit einem Bühnenprogramm dabei. Bedingung war: Die Konzerte sind kostenlos, die Sicherheit des Publikums ist gewährleistet und Sicht einschränkende Zäune fehlen.

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07. März 2014, 06:35 Uhr

Kiel | Zwei Jahre lang lief die Kieler Woche ohne eigenes Musik-Angebot der schleswig-holsteinischen Privatradiosender RSH, Delta Radio und Radio Nora über die Bühne. Ab 2014 sind diese wieder mit an Bord, wollen für die zehn Tage ein angemessenes Programm auf die Beine stellen. Das teilten die Sender am Donnerstag im Kieler Rathaus mit. Anders als in den vergangenen Jahren seit 2011 werden die Konzerte wieder kostenlos sein – ein Aspekt, der auch die Stadt Kiel erfreut. Möglich macht dies die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter Ahmad Reza Zirakbash von der Kaicity Events GmbH, der mit seinem Unternehmen Gas In auch Hauptsponsor ist. Nach eigenen Angaben beträgt sein finanzielles Gesamtengagement rund eine Million Euro.

In der Vergangenheit hatten die kostenpflichtigen Konzerte während der Kieler Woche für heftige Diskussionen unter Stamm-Besuchern gesorgt. Das größte Sommerfest Nordeuropas hat neben den Segelwettbewerben eine Tradition als Volksfest mit Umsonst-und-Draußen-Charakter. Ebenfalls für Unmut gesorgt hatte ein sichtbehindernder Zaun rund um den Bühnenvorplatz an der Hörn. Auch der falle nun weg, berichteten die Veranstalter. Der Zaun und damit das eingeschränkte Vergnügen für Zuschauer sei der Hauptgrund vom Rückzug von der Kieler Woche gewesen. „Wir wollten keinen elitären Charakter dieser Konzerte, das entspricht nicht der Nahbarkeit, die wir vermitteln wollen“, sagte Dirk van Loh, Geschäftsführer des Unternehmens Regiocast, das hinter RSH, Delta Radio und Radio Nora steht.

Eine neue Regulierung der Besucherströme macht nach Angaben von Regiocast das veränderte Bühnen- und Wegekonzept möglich, das mit Stadt und Feuerwehr abgestimmt wurde. Hintergrund ist die Sicherheit des Publikums, deren Gewährleistung nach dem Love-Parade-Drama von Duisburg im Jahr 2010 verstärkt in den Fokus rückte. Wo 2011 noch Baustelle war, können demnach in diesem Jahr Besucher auf befestigten Wegen um das Hörn-Campus-Gelände gelenkt werden. Mit dem Einsatz von hüfthohen Zäunen sollen Sicherheitskräfte Eingänge schließen und damit eingreifen können, sollten bei einem Konzert zu viele Menschen auf das mehr als 10.000 Quadratmeter große Areal drängen. Ähnlich wie auf dem NDR-Bühnen-Gelände soll an der Hörn-Bühne eine Kapazität von 12.000 Besuchern erreicht werden können.

Die Stadt Kiel begrüßt die Rückkehr der privaten Radiosender auf die Kieler Woche. Bürgermeister Peter Todeskino sprach bildhaft davon, der Festwoche sei mit dem Rückzug damals „ein Zacken aus der Krone gebrochen“.

Welche Künstler auftreten werden, das wurde am Donnerstag noch nicht verraten. Aber Dirk van Loh versprach: „Wir versuchen, Künstler der A-Klasse zu holen.“ Mitte April sollen die Namen bekannt gemacht werden.

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