Kieler Verwaltung soll zwei Sozialdezernenten bekommen

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05. Dezember 2013, 06:45 Uhr

Die Spitze der Kieler Stadtverwaltung soll künftig wieder vier statt drei Dezernenten haben. Dafür soll das Sozialdezernat mit rund 1800 Mitarbeitern unter zwei Stadträten aufgeteilt werden. Diese Vorlage war gestern Abend Thema im Hauptausschuss, soll auch in der kommenden Ratsversammlung beraten werden.

Laut Antrag, den Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) als kommissarischer Verwaltungschef unterschrieben hat, soll die Verwaltung beauftragt werden, die Voraussetzungen für die Einrichtung der Sachgebiete IV (Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport) und V (Bildung, Jugend und Kreative Stadt) zu schaffen. Die Stellen sollen zum 1. Mai 2014 ausgeschrieben werden, die Ratsversammlung wählt die Stadträte für sechs Jahre. Der Landeshauptstadt stehen laut Gemeindeordnung bis zu fünf Dezernenten zu. Derzeit sind Todeskino für Umwelt und Stadtentwicklung, Wolfgang Röttgers (SPD) für Finanzen, Kultur, Abfallwirtschaft und Personal sowie Stadtrat Adolf-Martin Möller (parteilos) für Sozialpolitik, Schule, Sport, Wohnen und Gesundheit zuständig. Die zurückgetretene Oberbürgermeisterin war Wirtschaftsdezernentin. Hintergrund für die Pläne: Im April 2014 geht Möller in den Ruhestand. Todeskino begründet die geplante Neuordnung damit, dass der Bereich Soziales im landes- und bundesweiten Vergleich ein „außerordentlich großes Sachgebiet“ mit zahlreichen „anspruchsvollen und bedeutsamen“ Aufgaben sei. Ein neues Dezernat mit Büromitarbeitern kann bis zu 300 000 Euro kosten.

Kritische Töne kamen vom Chef der FDP-Ratsfraktion, Hubertus Hencke. „Selbstverständlich sind hier die Kosten und das Verhältnis von Aufwand und Ertrag zu berücksichtigen“, sagte er.




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