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ThyssenKrupp Marine Systems : Kieler U-Boot-Werft kämpft um Milliardenauftrag

vom
Aus der Onlineredaktion

Australien möchte zwölf hochmoderne U-Boote kaufen. Kostenpunkt: 50 Milliarden Dollar. Kiel will den Auftrag an Land ziehen.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 16:53 Uhr

Kiel/Essen | Im Rennen um einen Milliardenauftrag zum Bau neuer U-Boote für Australien zieht die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) gegen zwei Konkurrenten ins Rennen. Ein Sprecher des Unternehmens verwies am Mittwoch in Essen auf eine Erklärung des australischen Verteidigungsministeriums vom 20. Februar. Darin werden Frankreich, Japan und Deutschland aufgefordert, sich um den Auftrag zu bewerben.

Damit startete ein offizielles Bieterverfahren. In den nächsten zehn Monaten soll die Entscheidung fallen. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord über die Ausschreibung berichtet. Nach Medienberichten geht es um bis zu zwölf U-Boote, allein die Baukosten könnten etwa 14 Milliarden Euro betragen. Das Ministerium in Canberra beziffert die Gesamtkosten des teuersten Rüstungsprojekts in der Geschichte Australiens auf 50 Milliarden australische Dollar - das sind fast 35 Milliarden Euro. Dazu sollen aber auch Investitionen in Australien und die Wartungskosten für die U-Boote in ihrer gesamten Einsatzzeit gehören.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatten sich bei der australischen Regierung für eine internationale Ausschreibung eingesetzt - im Interesse von TKMS. Ursprünglich galt Japan Medienberichten zufolge als möglicher Partner für den Milliardendeal.

Die von Australien gewünschten U-Boote der Klasse 216 von ThyssenKrupp gibt es erst im Entwurf. Die U-Boote sollen 89 Meter lang sein und bis zu vier Wochen lang am Stück tauchen können. Als Konkurrenten für TKMS gelten der französische Konzern DCNS, der mehrheitlich im Staatsbesitz ist, und ein japanisches Konsortium.

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