Wohncontainer auf dem Campus : Kieler Studenten für Aufnahme von Flüchtlingen auf dem CAU-Gelände

Ideenschmiede made in Kiel: Viele Gelehrte der CAU veränderten mit ihren Entwicklungen die Welt.
Der Eingang zur CAU zu Kiel: Hinter der neuen Bibliothek wäre genügend Platz für eine Flüchtlingsunterkunft.

Innenminister Studt will an den Hochschulen Erstaufnahmestellen einrichten. Von dem Kieler AStA kommt Unterstützung.

shz.de von
23. Februar 2015, 14:10 Uhr

Kiel | Die Studenten der Kieler Universität unterstützen die Errichtung einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge auf dem Campus der Hochschule. „Wir stellen uns gemeinsam mit dem Präsidium und dem Innenministerium der gesellschaftlichen Aufgabe, die Geflüchteten bestmöglich unterzubringen, zu unterstützen und zu versorgen“, sagte die AStA-Vorsitzende Paulina Spiess am Montag. An der Uni studieren viele, die unterschiedliche Sprachen sprechen und mit verschiedenen Kulturen vertraut sind. Sie könnten auch Deutsch als Zweitsprache unterrichten.

Die Landesregierung rechnet für dieses Jahr mit bis zu 20.000 neuen Asylbewerbern, nachdem im vorigen Jahr 7620 gekommen waren. An Plätzen in Erstaufnahme-Einrichtungen in Neumünster und Boostedt sind vorerst 1350 geplant; benötigt werden möglicherweise aber bis zu 4000.

Angesichts deutlich steigender Flüchtlingszahlen und zu geringer Kapazitäten für die Erstaufnahme will Innenminister Stefan Studt (SPD) neue Wege gehen. Er hat mit Städten und Hochschulen Gespräche darüber aufgenommen, ob in Kiel, Lübeck und Flensburg mit Wohncontainern neue Erstaufnahmestellen eingerichtet werden können.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen