Ausgleichsfläche für Airbus-Gelände : Kieler Planungen für neues Vogelschutzgebiet bei Itzehoe abgeschlossen

2001: Spaziergänger schauen am Elbhang in Hamburg-Nienstedten auf das gegenüber liegende Naturschutzgebiet Mühlenberger Loch, das später für die Erweiterung des Airbus-Geländes in Finkenwerder zugeschüttet wurde. /Archiv

2001: Spaziergänger schauen am Elbhang in Hamburg-Nienstedten auf das gegenüber liegende Naturschutzgebiet Mühlenberger Loch, das später für die Erweiterung des Airbus-Geländes in Finkenwerder zugeschüttet wurde. /Archiv

Das neue Areal wird ins europäische Vogelschutzgebiet „Unterelbe bis Wedel“ integriert.

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05. Februar 2018, 13:51 Uhr

Kiel/Itzehoe | Teile der Breitenburger Niederung sollen Europäisches Vogelschutzgebiet werden. Das Land will rund 130 Hektar – größtenteils Grünland – südöstlich von Itzehoe als letzte naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen für das „Mühlenberger Loch“ ausweisen, teilte das Kieler Umweltministerium am Montag mit.

2004 waren nahe Hamburg für die Erweiterung des Airbus-Betriebsgeländes Teile des Europäischen Vogelschutzgebietes Mühlenberger Loch aufgespült und überbaut worden, für die Ausgleichsflächen geschaffen werden mussten. Schleswig-Holstein hatte Hamburg Unterstützung bei der Umsetzung der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen zugesagt.

Das neue Vogelschutzgebiet soll in das bereits bestehende 7426 Hektar große europäische Vogelschutzgebiet „Unterelbe bis Wedel“ integriert werden und dieses entsprechend ergänzen und aufwerten, hieß es. Das entsprechende Beteiligungsverfahren wurde am Montag mit Veröffentlichung im Amtsblatt eingeleitet. Betroffene, Behörden, öffentliche Planungsträger und bestimmte Naturschutzvereine haben bis Ende März die Möglichkeit, zu dem Vorschlag Stellung zu nehmen.

Die „Breitenburger-Niederung“ liegt im Übergangsbereich der Kreise Pinneberg und Steinburg und stellt die Verbindung zwischen dem östlichen und dem westlichen Teil des Breitenburger Moores einschließlich des Winselmoores dar. Die neuen Vogelschutzgebietsflächen werden durch weitere Maßnahmen, wie angepasster landwirtschaftlicher Nutzung und der Schaffung kleiner Tümpel als Lebensraum insbesondere für Wiesenvögel aufgewertet und zum Erhalt dieser bedrohten Vogelarten in Schleswig-Holstein beitragen, wie Ministeriumssprecherin Jana Ohlhoff sagte. Auf den Flächen und im näheren Umfeld kommen demnach gefährdete Arten wie Wachtelkönig, Feldlerche, Braunkehlchen und Wachtel vor

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