Steuerhinterziehung : Kieler Landgericht verkündet Urteil im Biersteuer-Prozess

Der 41-jährige Angeklagte hat gestanden, mehr als vier Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben.

shz.de von
31. Juli 2018, 07:48 Uhr

Kiel | Im Prozess um die Hinterziehung von mehr als vier Millionen Euro Bier- und Getränkesteuern will das Kieler Landgericht am Dienstag das Urteil verkünden. Zuvor werden noch die Plädoyers erwartet.

Der 41-jährige Angeklagte hatte am zweiten Verhandlungstag gestanden, dass er die Getränke bei einer deutschen Firma in Harrislee (Kreis Schleswig-Flensburg) geordert, Vertriebs- und Transportwege aber über Scheinfirmen verschleiert habe.

Laut Anklage schädigte der Mann den deutschen Fiskus um rund 2,7 Millionen Euro Getränke-Umsatzsteuer und die dänischen Steuerbehörden um weitere 1,5 Millionen Euro Biersteuer.

Das Geständnis geht auf einen Deal zurück, bei dem dem Angeklagten dafür ein Strafmaß von maximal drei Jahren und elf Monaten zugesichert wurde. Sollte die Verständigung Bestand haben, verkürzt sich das komplexe Wirtschaftsstrafverfahren um rund zehn Tage.

Der zuletzt in Süddeutschland lebende Angeklagte saß in Untersuchungshaft. Mit dem Urteil käme er bis zum Strafantritt auf freien Fuß.

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