Lan-Partys : Kieler Gamer auf Erfolgskurs

Sind Gamer aus Leidenschaft: Lars „loutwoot“ Hussong (vorne) und Volker „ZaBu“ Wiese.
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Sind Gamer aus Leidenschaft: Lars „loutwoot“ Hussong (vorne) und Volker „ZaBu“ Wiese.

Lars Hussong und Volker Wiese belegten mit ihrem Team „Trasch Bags“ bei den Lan-Partys DreamHack und NorthCon Bestplätze in Overwatch-Turnieren. Die NorthCon will das sechsköpfige Team auch dieses Jahr wieder besuchen.

shz.de von
08. Januar 2018, 11:56 Uhr

Im Netz sind sie als „ZaBu“ und „loutwoot“ unterwegs. Bei der Lan-Party DreamHack im vergangenen Jahr schafften sie es auf den zweiten Platz, bei der NorthCon vor wenigen Wochen belegten sie mit ihrem sechsköpfigen Team „Trash Bags“ sogar den ersten. Volker „ZaBu“ Wiese und Lars „loutwoot“ Hussong sind Amateur-Gamer. Ihre Leidenschaft gilt dem Spiel „Overwatch“ ein First Person Shooter bei dem es vor allem auf die richtige Strategie ankommt.

„Volker und ich haben eigentlich schon immer PC gespielt. Vor zehn Jahren haben wir dann angefangen das Ganze ein wenig ernster zu nehmen“, erzählt Hussong von den Anfängen. Seit zwei Jahren trainieren sie nun Taktiken und Handgriffe für „Overwatch“. Bei dem Spiel gibt es verschiedene Aufgaben. Beispielsweise muss ein Team versuchen, eine Fracht so weit wie möglich zu transportieren, während die Gegner ihnen Steine in den Weg legen. Zwei Runden werden gespielt, einmal ist man Angreifer, einmal Verteidiger. Bis zu 30 Minuten kann ein Spiel dauern. Ihre Teammitglieder lernten die beiden Kieler Online kennen. In einem Forum suchten sie nach Gleichgesinnten, die sowohl für Online-Turniere als auch Lan-Partys zu haben waren.

„Vor der DreamHack im Januar haben wir eigentlich täglich nach der Arbeit trainiert“, sagt Hussong. „Vor allem, weil wir nicht wussten, was auf uns zukommen würde. Wir hätten niemals damit gerechnet, dass wir so gut abschneiden.“ Rund 1000 Gamer kamen zur DreamHack, bei der NorthCon waren es sogar fast 1500 Spieler. Dabei kommen nicht alle für ein Overwatch-Turnier. Bei den Treffen, die meist ein Wochenende dauern, werden verschiedenste Spiele gespielt. Fünf bis sechs große Spiele gibt es, die nicht nur Hallen füllen, sondern auch gerne angeschaut werden. Professionelle Gamer übertragen oft live ihre eigenen Spiele im Internet. „Da kann man sich dann auch mal etwas abschauen“, so Hussong. Am Wochenende startete zudem die erste „Overwatch-Liga“ in den USA. Eine professionelle Spieler-Karriere kommt für Hussong und Wiese aber nicht in Frage. „Da sind wir schon zu alt für“, sagt Wiese. Die Jungs sind zwar gerade einmal 27, die Reflexe seien aber jetzt schon zu langsam. Die meisten professionellen Spieler sind zwischen 18 und 20 Jahre alt. „Außerdem müsste man um die 12 Stunden am Tag trainieren“, so Hussong. „Nebenbei kann man das nicht einfach so machen.“

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