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Qualmendes Schiff vor Kiel-Holtenau : Kieler Förde: Brand auf Frachter „Ventura“ gelöscht

vom

Rauchentwicklung auf dem Motorschiff „Ventura“ am Freitag. Die Rettungskräfte steuerten das Schiff in den Hafen, um zu löschen.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2015 | 10:05 Uhr

Kiel | Grosseinsatz für die Feuerwehr und das Havariekommando: Über zehn Stunden dauerte der Einsatz von mehreren Kieler Feuerwehren auf dem Stückgutfrachter „Ventura“. Am Freitagmittag bemerkte die Besatzung kurz vor dem geplanten Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal eine starke Rauchentwicklung im Laderaum. Grund für das Feuer war vermutlich eine Beleuchtung im Laderaum, die Teile der 4200 Tonnen Zuckerrüben-Häcksel zu stark erwärmt und schließlich in Brand gesetzt hatten.

Unter Leitung des Havariekommandos wurde das Frachtschiff am Abend in den Ostseehafen gesteuert und gegen 22 Uhr begannen die Löscharbeiten. Ein Teil der Ladung wurde mit einem Bagger hinausgeschaufelt und von rund 70 Feuerwehrleuten abgelöscht. Der Frachter bleibt nach Angaben der Feuerwehr fahrtüchtig.

Nach Meldung eines möglichen Feuers auf der „Ventura“ waren zunächst Spezialkräfte der Feuerwehr seit Freitagnachmittag an Bord im Einsatz. Das Havariekommandos in Cuxhaven rückte ebenfalls aus.

„In einem Ladebereich mit etwa 2100 Tonnen Zuckerrüben-Häcksel scheint es offensichtlich zu brennen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitagabend. Unter Atemschutz untersuchten Feuerwehrtrupps die Lage auf dem Schiff, das vor Holtenau ankerte.

Nach Angaben eines Sprechers des Havariekommandos wurde niemand verletzt. Das Schiff wollte von Kiel durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Marokko fahren.

Die Luken seien am Freitagabend geschlossen und die Feuerlöschanlage des Schiffs gezielt ausgelöst worden, sagte der Feuerwehrsprecher. Es seien hohe Wärmeentwicklung und Kohlenmonoxid gemessen worden, sagte er. Aufnahmen eines Spezialflugzeugs des Havariekommandos mit Wärmebildkameras hätten die Annahme eines Brandes bestärkt.

Das Schiff hat insgesamt 4200 Zuckerrüben-Häcksel geladen.

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