Traumschiffe : Kiel statt Warnemünde: „MSC Sinfonia“ erstmals in der Förde

Erster Förde-Besuch: Die „MSC Sinfonia“ wird mit Schlepperhilfe an ihren Liegeplatz bugsiert.
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Erster Förde-Besuch: Die „MSC Sinfonia“ wird mit Schlepperhilfe an ihren Liegeplatz bugsiert.

Erst das „Dreier-Treffen“ am Sonnabend, dann am Sonntag mit der „MSC Sinfonia“ eine Premiere auf der Förde. Für Sehleute in der Landeshauptstadt gab es am Wochenende auf dem Wasser eine Menge Kreuzfahrer zu bestaunen.

shz.de von
17. Mai 2015, 13:45 Uhr

Überraschende Traumschiff-Visite in der Kieler Förde: Nach dem imposanten „Dreier-Treffen“ mit der „Aida Cara, der „MSC Orchestra“ und der „Aida Luna“ am Sonnabend legte gestern Mittag die „MSC Sinfonia“ der Reederei MSC Kreuzfahrten erstmals am Ostseekai an. Eigentlich stand für den Kreuzfahrer mit seinen gut 2000 Passagieren Warnemünde auf dem Fahrplan. Doch Warnungen vor westlichen Windböen bis zur Stärke 8 hätten das Manövrieren und Anlegen im Rostocker Hafen für das Kreuzfahrtschiff erheblich erschwert, die Hafenbehörde untersagte aus Sicherheitsgründen die Passage.

Die Reederei dirigierte die „Sinfonia“ nach Kiel in die sichere Förde um. Mit Hilfe der Schlepper „Stein“ und „Bülk“ wurde das Schiff an den Ostseekai herangezogen und geschoben. Kurzfristig mussten die Lastwagen mit Gepäck und Proviant von der mecklenburgischen Küste nach Kiel umgeleitet werden. Und auch 600 bis 800 ankommende und abreisende Passagiere standen plötzlich vor einer neuen logitsischen Herausforderung.

Die „MSC Sinfonia“, im April 2002 auf der Werft im französischen St. Nazaire konstruiert, fuhr als „European Stars“ zunächst für die Reederei Festival Cruises. Die italienische Reederei MSC Cruises übernahm im Juli 2004 das Schiff und gab ihm den heutigen Namen „MSC Sinfonia“. Der Kreuzfahrer erhielt 2005 bei einem Werftaufenthalt seine jetzige Größe von 275 Metern. Von den 13 Decks sind neun für Passagiere vorgesehen. Um das Wohl von maximal 2680 Passagieren sorgen sich 760 Besatzungsangehörige. Das Schiff erreicht eine Reisegeschwindigkeit von 21 Knoten.

Am späten Abend sollte die „MSC Sinfonia“ vom Ostseekai ihre siebentägige Kreuzfahrt fortsetzen. Die Reiseziele heißen Bergen, Hellesylt am Geirangerfjord und Flaam (allesamt in Norwegen) sowie Kopenhagen (Dänemark). Am Ende peilt der Kreuzfahrer dann wieder Rostock-Warnemünde an – sofern die Winde günstig stehen.

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