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Geomar-Ausstellung : Kiel: „Plastik im Meer“ will Bewusstsein wecken

vom
Aus der Onlineredaktion

Kunststoffe landen in großer Zahl in den Flüssen und Meeren. Dort zerreiben sie sich und landen schließlich in den Mägen der Meeresbewohner. Geomar macht mit einer Ausstellung in Kiel auf ein globales Problem aufmerksam.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2014 | 16:32 Uhr

Kiel | Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung ruft Geomar mit einer kleinen Ausstellung und einer Vortragsreihe ein wachsendes Umweltproblem ins Bewusstsein: Plastik im Meer. Die kleine Ausstellung in der Kieler Stadtbücherei soll über Ausmaß, Forschungsergebnisse und mögliche Bekämpfungsstrategien informieren. Bis zum Ende der Schau am 29. November sind auch mehrere Vorträge vorgesehen.

Das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung erklärt exemplarisch, wie Plastik in das Meer gelangt, welche Gefahren von Plastik im Meer ausgehen und welchen Beitrag jeder für ein sauberes Meer leisten kann. Dokumentiert werden auch Müll-Sammelaktionen rund um die Kieler Förde im Rahmen des weltweiten Coastal Cleanup Day gezeigt.

Die Teilnehmerinnen vom Forschungs- und Ausbildungsprogramm „Game“, Valeria Hidalgo-Ruz und Vanessa Rüttler, suchen in Chile nach Mikroplastik am Strand.
Die Teilnehmerinnen vom Forschungs- und Ausbildungsprogramm „Game“, Valeria Hidalgo-Ruz und Vanessa Rüttler, suchen in Chile nach Mikroplastik am Strand. Foto: V. Rüttler, GEOMAR

Am 20. September hatten rund 500 freiwillige Helfer - davon etwa die Hälfte Jugendliche - rund 400 Kilo Müll an Stränden gesammelt. Nach Angaben des Nabu haben im vergangenen Jahr fast 650.000 Freiwillige in 92 Staaten mehr als 6000 Tonnen Müll gesammelt. In den vergangenen 28 Jahren hat sich laut Nabu der International Coastal Cleanup zur weltweit größten ehrenamtlichen Aktion für den Meeresschutz entwickelt.

Auch der Hennestrand in Dänemark ist teilweise mit Plastikteilen übersät.
Auch der Hennestrand in Dänemark ist teilweise mit Plastikteilen übersät. Foto: Mark Lenz, GEOMAR

Prof. Arne Körtzinger und Dr. Mark Lenz vom Geomar halten am 28. November Vorträge über die „Müllkippe Meer“ und den „Ozean als Müllhalde“.Geomar untersucht unter anderem die Auswirkungen von Mikroplastikmüll auf Organismen in Küstenökosystemen.

Mittlerweile finden sich in allen Meeren weltweit Mikroplastikteilchen. Die mikroskopische Aufnahme zeigt eine Probe aus der Kieler Förde.
Mittlerweile finden sich in allen Meeren weltweit Mikroplastikteilchen. Die mikroskopische Aufnahme zeigt eine Probe aus der Kieler Förde. Foto: Jonas Martin, GEOMAR

Ort:
Neues Rathaus
Andreas-Gayk-Str. 31
24103 Kiel

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