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Bauarbeiten bei der B 76 : Kiel: Nervenprobe für Autofahrer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Hochstraße am Barkauer Kreuz wird ab April für sechs Monate gesperrt. Staus in den Morgenstunden sind programmiert.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 05:51 Uhr

Das Barkauer Kreuz in Gaarden-Süd ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Kiels. Denn dort treffen mehrere Hauptverkehrsströme zusammen. Die Brücke – eine hochliegende Rampe – am Kreuz verbindet die von Süden kommenden Verkehrsteilnehmer von der Bundesstraße 404 mit der Bundesstraße 76. Genau diese Brücke wird ab April für rund sechs Monate gesperrt. Autofahrer werden sie weiträumig umfahren müssen, wenn sie Staus entgehen wollen.

Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1971 und muss saniert werden, um für den zunehmenden Lkw-Verkehr für weitere fünfzehn Jahre gerüstet zu sein – und ein ähnliches Fiasko wie bei der Rader Hochbrücke zu vermeiden. Denn zurzeit ist die Hochstraße auf 30 Tonnen Gesamtlast beschränkt. Die Grundinstandsetzung kostet 3,7 Millionen Euro. Die Vergabe der Arbeiten ist für die heutige Finanzausschuss-Sitzung vorgesehen. Danach kann es losgehen.

Das bedeutet: Neben den bereits laufenden Bauarbeiten des Landes auf der B 76 zwischen Elmschenhagen und Raisdorf (wir berichteten) kommt gerade auf den Berufsverkehr eine zusätzliche Belastungsprobe zu. „Insbesondere in Zeiten erhöhten Verkehrsaufkommens in den Morgenstunden werden Stausituationen nicht zu vermeiden sein“, prognostiziert Kiels Baustadtrat Peter Todeskino schon jetzt.

Die Straßenverkehrsbehörde wird die Autofahrer über die Straße Tonberg umleiten, sie dann unterhalb des Theodor-Heuss-Rings zur Ratzeburger Straße und dort auf die B76 in nördlicher Fahrtrichtung schicken. An einigen unfallträchtigen Einmündungen soll das Tempolimit von 70 auf 50 km/h reduziert werden, um das Risiko von Auffahrunfällen bei Staus zu verringern – etwa auf der Friesenbrücke.

Zusätzlich wird eine weiträumige Umleitung im Bereich Edisonstraße/Wellseedamm angeboten, die das Staugebiet links liegen lassen soll. „Gleichwohl ist nicht zu erwarten, dass sie von Verkehrsteilnehmern mit dem Fahrtziel nördliche Stadtteile in erhöhtem Maß angenommen werden wird“, vermutet Todeskino. Die Strecke sei wohl zu lang und die Zufahrt vom Wellseedamm auf die B  76 nicht „leistungsfähig genug“, als dass auch bei starkem Verkehrsaufkommen Zeitvorteile zu erwarten seien, so der Baustadtrat. Vielmehr geht er davon aus, dass Autofahrer, die von der A  21 kommen, bei Stau auch über Nettelsee und die Anschlussstelle Blumenthal auf die A  215 ausweichen werden.

Weitere Engpässe drohen im Bereich der Alten Lübecker Chaussee im Stadtteil Hassee, ebenfalls nahe der B  76: Die Deutsche Bahn will die dortigen Eisenbahnbrücken ab 2016 durch Neubauten ersetzen. Die Aussichten: Umfassende „Anpassungsarbeiten“ auf dem Straßenabschnitt – nicht ohne „erheblichen Einfluss auf den Verkehr“.

Weitere Verkehrsmeldungen finden Sie auf www.shz.de/verkehr.

 






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