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Viel Bewegung: : Kiel macht’s den Menschen leicht

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wie bewegungsfreundlich sind Deutschlands Grossstädte? Die Landeshauptstadt belegt bei einer bundesweiten Umfrage Platz 4 – deutlich vor Lübeck und Hamburg.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2015 | 21:56 Uhr

Lübeck und Hamburg sind weit abgeschlagen: Die Landeshauptstadt Kiel macht es ihren Bewohnern einer neuen Studie zufolge besonders leicht, sich zu bewegen und ein aktives Leben zu führen. Radeln, Joggen, Skateboard fahren – die Stadt nimmt nicht nur im äußersten Norden in Sachen Bewegungsfreundlichkeit eine Spitzenposition ein, sondern zeigt auch im Vergleich mit 27 deutschen Großstädten, dass sie mithalten kann. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

Die Krankenkasse Barmer Ersatzkasse (BEK) und die Zeitung Bild am Sonntag hatten in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln im Sommer in ausgewählten Städten je 100 Bewohner zu Kriterien wie Infrastruktur, Entfernung zu Alltagszielen, Attraktivität und Verkehrssicherheit befragen lassen. Bei der Verkehrssicherheit und Infrastruktur konnte Kiel punkten.

Karlsruhe ist die bewegungsfreundlichste Stadt Deutschlands. Auf den weiteren Plätzen rangieren München, Hannover und auf Platz vier Kiel. Hintere Plätze belegen Lübeck (20) und Hamburg (22). Kiel lässt auch Städte wie Schwerin (14), Berlin (16) oder Stuttgart (26) hinter sich. Saarbrücken schnitt am schlechtesten ab.

Laut Studie haben Parameter wie eine „gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur“, ein „ästhetisches grünes Umfeld“ sowie die „Nähe zu Freizeit-Einrichtungen“ einen positiven Effekt auf die Aktivität der Anwohner. Für Radfahrer und Fußgänger sind zudem Gehwege und deren Instandhaltung wichtig. Dies gilt auch für die Verkehrssicherheit.

Im genauen Vergleich liegen manche Ergebnisse weit auseinander. In Sachen Infrastruktur etwa hat Kiel zwar Platz vier belegt. Doch die Qualität der Infrastruktur, ein weiteres Kriterium der Studie, erreicht mit Platz 14 gerade einmal Mittelmaß, bei der Attraktivität ist es Rang 10.

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Kiel ist das gute Abschneiden Kiels aus Fahrradfahrer-Sicht eine Bestätigung: „Kiel gehört bundesweit zu den Vorreiter-Großstädten“, sagte Edwin Süselbeck vom ADFC auf Anfrage. Der Bau der Veloroute 10 etwa, eine Radstraße, die Universität und Citti-Park miteinander verbinden soll, gilt für ihn als ein Vorzeigeprojekt.

Die Studienbeteiligten selbst erhoffen sich ein Umdenken in der Städteplanung – weg von der autofreundlichen, hin zur bewegungsfreundlichen Stadt. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) sieht seine Verwaltung auf einem guten Weg: „Aktiv sein gehört hier zum lebendigen Stadtbild dazu. Darauf legen wir bei der Stadtplanung großen Wert und freuen uns, dass das in dieser Studie zu einem beachtlichen Platz weit vorne führt.“

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