Theodor-Heuss-Ring : Kiel kalkuliert Kosten einer Schutzwand an Verkehrsachse

Die Luftverschmutzung im Kieler Theodor-Heuss-Ring führte zur Klage der Deutschen Umwelthilfe.
Die Landeshauptstadt will ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge an der stark genutzten Verkehrsachse Theodor-Heuss-Ring vermeiden.

Eine Wand als Schutz vor Schadstoffen? Die Stadt prüft eine solche Lösung für Bewohner des Theodor-Heuss-Rings.

shz.de von
24. Mai 2018, 12:36 Uhr

Kiel | Wegen eines drohenden Diesel-Fahrverbots an einer wichtigen Verkehrsachse Kiels prüft die Stadt den Bau einer Schutzwand. „Wir rechnen diese Idee der Stadt gerade durch und prüfen ihre finanzielle sowie bauliche Machbarkeit“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). „Wenn diese Lösung die Bewohner entlang des Theodor-Heuss-Rings von Schadstoffen entlastet, ist das gut.“

Am Wochenende hatte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) den Druck auf die Förde-Stadt erhöht. „Ich würde mir als Emissionsschutzminister wünschen, dass es ein klares politisches Bekenntnis gibt, eine solche Maßnahme zu prüfen“, sagte Habeck. Bauliche Veränderungen an der Achse kämen in Betracht, ungewiss sei aber, ob diese ausreichten.

Die Landeshauptstadt will ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge an der stark genutzten Verkehrsachse vermeiden. Habeck will der Stadt Ende Mai einen ersten Entwurf für einen Luftreinhalteplan vorlegen. Er soll sicherstellen, dass die Grenzwerte möglichst kurzfristig eingehalten werden. Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen der jahrelang zu hohen Schadstoffwerte in vielen Städten.

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