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Bewerber springen ab : Kiel hat zu wenig geeignete Büroflächen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

In den letzten Jahren konnte sich die Stadt Kiel mit Umbauten und Modernisierungen retten. Doch allmählich gehen die Büroflächen aus. Nach Auskunft der KiWi gab es schon erste Unternehmen, die deshalb von einer Ansiedlung an der Förde absahen.

Die gute Nachricht: Die Stadt Kiel hat sich als Standort für Wirtschaft und Wissenschaft einen feinen Namen gemacht. Gleich im Gefolge folgt aber die schlechte Botschaft: Büroflächen sind knapp. Insbesondere wenn mittelständische Betriebe nach 2000 oder 2500 zusammenhängenden Quadratmetern an Fläche fragen, erhalten sie gegenwärtig Absagen – oder sie müssen sich mit Altbauten zufrieden geben. So steht es im Zwei-Jahres-Bericht der Arbeitsgemeinschaft (AG) Büromarkt, der gestern vorgelegt wurde.

Neben der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft (KiWi) sind vier ansässige Maklerhäuser (GVI, Hans Schütt, Kersig, Otto Stöben) sowie Haus & Grund an der Studie beteiligt. Wesentliche Aussagen: Der Kieler Markt für Büroräume ist seit Jahren stabil, die Stadt an der Förde bleibt ein verlässlicher Standort. „Und alle wollen ans Wasser“, erklärt KiWi-Prokurist Einar Rubin. Die AG Büromarkt setzt deshalb auf die angekündigten Neubauprojekte auf dem Ostufer der Hörn (wir berichteten). Hier will etwa die Investitionsbank ihre sieben Kieler Standorte in der neuen Zentrale bündeln. Folge: Die freigeräumten Liegenschaften der I-Bank stehen dem Markt zur Verfügung.

Noch ein zweites Projekt steht im Fokus der Experten: das ehemalige MFG-5-Gelände. Einen wichtigen Schub erhofft sich die AG von der Immobilien-Messe Expo Real im Oktober in München. Das 75 Hektar große Areal zwischen Holtenau und Friedrichort gilt als äußerst lukrativ, auch wenn noch nicht alle Fragen der Altlasten geklärt sind. Grober Zeitplan: In fünf Jahren rollen hier die ersten Baufahrzeuge an.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 19:04 Uhr

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