Handball-Bundesliga : Kiel gewinnt hochklassiges Topspiel

THW-Sieg: Kiels Patrick Wiencek beim Wurf gegen Torwart Niklas Landin von den Rhein-Neckar Löwen.
THW-Sieg: Kiels Patrick Wiencek beim Wurf gegen Torwart Niklas Landin von den Rhein-Neckar Löwen.

Der Deutsche Meister bezwingt in eigener Halle die Rhein-Neckar Löwen mit 31:28 – in einer intensiven Partie.

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06. November 2013, 22:11 Uhr

Kiel | Heißer Handballabend in der Kieler Ostseehalle: Der Deutsche Meister THW Kiel hat das Spitzenspiel der Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen mit 31:28 (14:13) gewonnen und damit seine Tabellenführung behauptet. Die 10.285 Zuschauer bekamen eine über weite Strecken hochklassige Partie geboten, in der die Gäste – abgesehen von der Schlussphase – ebenfalls dazu beitrugen, dass das Prädikat „Spitzenspiel“ mit Leben gefüllt wurde.

THW-Trainer Alfred Gislason hatte das Duell mit den Löwen im Vorfeld als Beginn der Wochen der Wahrheit ausgerufen. „Jetzt kommen bis zum Jahresende die Spiele, die wirklich Aussagekraft haben“, sagte der Isländer – und er durfte sich gestern Abend nach dem erbitterten und sehenswerten Fight sofort bestätigt fühlen.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, die von zwei starken Abwehrreihen geprägt wurde. Die Gastgeber, bei denen Spielmacher Aron Palmarsson in der ersten Partie nach seiner Knieoperation ein starkes Comeback feierte, waren im ersten Durchgang die etwas bessere von zwei guten Mannschaften – sie verpassten es aber, sich vorentscheidend abzusetzen. Eine 12:8-Führung (24.) verspielten die „Zebras“ leichtfertig, so dass es zur Halbzeit „nur“ 14:13 hieß.

Nach dem Wechsel dann zunächst ein Bruch im Spiel der Kieler: Die Löwen erwischten den besseren Start und zogen auf 19:16 (37.) davon. Doch der THW schlug, getragen von seinen frenetischen Fans, sofort zurück. Fünf Minuten später hieß es 20:20, obwohl die „Zebras“ zeitweise in Unterzahl gespielt hatten – in der 46. Minute lagen die Schleswig-Holsteiner beim 21:20 wieder in Front. Erst in der Schlussphase setzten sich die Gastgeber dann vorentscheidend ab: Über 27:22 (54.) steuerten die Gislason-Schützlinge gegen nun müde Löwen auf einen letztlich verdienten 31:28-Sieg zu, der am Ende bei besserer Chancenverwertung noch höher hätte ausfallen können.

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