Grenzwerte für Stickstoffdioxid : Kiel fordert finanzielle Hilfe wegen Diesel-Abgasen

Die entscheidende Passage: Auf diesem Abschnitt des Theodor-Heuss-Rings liegen die Stickoxide seit Jahren über dem Limit.
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Die entscheidende Passage: Auf diesem Abschnitt des Theodor-Heuss-Rings liegen die Stickoxide seit Jahren über dem Limit.

„Kiel ist auf einem guten Weg, Berlin muss uns jetzt schnell und unbürokratisch helfen“, sagt Bürgermeister Ulf Kämpfer.

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06. Februar 2018, 11:37 Uhr

Kiel/Berlin | Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat vom Bund Geld für die am stärksten von Diesel-Abgasen betroffenen Kommunen gefordert. „Der Ball liegt im Feld der Bundesregierung, sie muss ihren Ankündigungen endlich konkrete Taten folgen lassen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Die Bundesregierung will am Mittwoch mit Vertretern der Städte über zusätzliche Maßnahmen sprechen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte in der vergangenen Woche schnelle zusätzliche Unterstützung für die betroffenen Kommunen in Aussicht gestellt. Deutschland sei von der EU-Kommission aufgefordert worden, bis Ende der Woche weitere Maßnahmen vorzustellen. „Kiel ist auf einem guten Weg, Berlin muss uns jetzt schnell und unbürokratisch helfen“, sagte Kämpfer. Dann könne Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt „mit einem Bündel von Maßnahmen das Angemessene tun, um Fahrverbote zu verhindern und die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) schnellstmöglich wieder einzuhalten“.

Kämpfer will bei dem Treffen in Berlin Pläne der Stadt für den Kauf von weiteren 17 Hybridbussen für gut 6,6 Millionen Euro vorstellen – verbunden mit der Erwartung, dass sich der Bund auch weiterhin an den Kosten beteiligt. Die Förderung ist ausgelaufen.

Außerdem prüft die Stadt eine Emissionsschutzwand am Theodor-Heuss-Ring, um die Belastung der Anwohner zu senken. Laut Stadt fördert der Bund solche Vorhaben jedoch nicht. Die Deutsche Umwelthilfe will wegen der hohen Belastung ein Fahrverbot für Dieselautos am Theodor-Heuss-Ring erzwingen. Kämpfer will den Bund zudem an Zusagen zum Thema Landstrom für Kreuzfahrtschiffe erinnern. Die Kosten für die Zuleitung soll der Bund übernehmen.

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