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Rätsel gelöst : Kiel: Böller im Container sorgte für lauten Knall

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Aus der Onlineredaktion

Am Wochenende schreckt ein Knall viele Kieler aus dem Bett. Am Montag berichtet ein Mann von einem beschädigten Container.

Kiel | Die Ursache des rätselhaften Knalls im Kieler Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf ist geklärt: Auslöser war wohl ein größerer Böller, der in einem Altkleidercontainer gezündet wurde. Das teilte die Polizei am Montagnachmittag mit.

Gegen 3 Uhr hatte in der Nacht auf Sonntag ein lauter Knall nicht nur Anwohner aufgeschreckt - auch auf der anderen Seite der Förde in Projensdorf und Holtenau holte dieser einige Menschen aus dem Schlaf.

Am Montagmittag meldete sich ein Anwohner bei der Polizei und berichtete von einem beschädigten Altkleidercontainer im Langen Rehm 55. Die Beamten holten Sprengstoffermittler des Landeskriminalamtes hinzu. Diese gehen laut Polizei von einem großen in der Nacht gezündeten illegalen Sprengkörper aus, der durch die Wucht der Explosion den Boden der Einfülllade des Containers abriss - und ein Loch in die Lade sprengte. Die bislang unbekannten legten den Böller wohl in die Lade und zündeten ihn an.

Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich mit dem Landeskriminalamt unter 0431/160-61111 oder über den Polizeiruf 110 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Zünden illegaler Pyrotechnik. Diese sei vom Zünd- und Abbrandverhalten unberechenbar, entfalte eine Sprengwirkung vergleichbar mit der einer Handgranate und gefährde den Täter und unbeteiligte Dritte. Den oder die Täter erwartet eine empfindliche Freiheitsstrafe. Die Strafandrohung für derartige Delikte ist hoch und liegt ab einem Jahr Freiheitsstrafe aufwärts.

Im Jahr 2013 hatte eine ganze Knall-Serie die Stadt Pinneberg aufgeschreckt - vom Frühjahr bis in den Herbst hinein knallte es immer wieder, meistens in der Nacht. Es handelte sich laut Polizei um Einzeltäter, die sogenannte „Polenböller“ und andere illegale Pyrotechnik gezündet hatten.

In einem Fall wurde ein Mädchen verletzt. In den Abendstunden des 31. Oktobers warf ein angetrunkener Mann der 13-Jährigen einen Böller vor die Füße. Der Knallkörper explodierte und das Mädchen erlitt Kopfschmerzen, Druck auf den Ohren und Tinitus.

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erstellt am 24.Nov.2014 | 10:04 Uhr

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