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Flüchtlingskrise in Europa : Kiel: 800 Transitflüchtlinge warten auf Weiterreise

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Nach Kiel kommen derzeit mehr Flüchtlinge, da viele Menschen die Reise über Dänemark nach zuletzt strengen Kontrollen scheuen.

Kiel | Die Stadt Kiel hat in der Nacht zum Dienstag knapp 800 Transitflüchtlinge in Notunterkünften am Hafen unterbringen müssen. Darunter waren auch 186 Kinder und 24 Säuglinge. „Im Moment können wir nur von Tag zu Tag planen“, sagte Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska am Dienstag.

Da viele Flüchtlinge sich nicht mehr trauen, wegen der Grenzkontrollen und der Zwangsregistrierung über Dänemark zu reisen, kommen in Kiel derzeit mehr Flüchtlinge an, die mit der Fähre den direkten Weg nach Schweden wählen.

Die Stadt habe das ehemalige C&A-Gebäude noch einmal bis Freitagmorgen für Flüchtlinge bereitgestellt, sagte Wiese-Krukowska. In den Verhandlungen mit den Gebäudeeignern wegen einer regulären Nutzung gebe es noch keine Einigung. Derzeit gibt es für Flüchtlinge direkt am Hafen in der Markthalle und im ehemaligen C&A-Gebäude zusammen etwa 700 Betten.

Bereits die dritte Nacht in Folge verbrachten Mohammad und Susan aus Syrien zusammen mit ihren beiden Kindern in einer der Notunterkünfte. Davon zeugen die drei Armbänder, die die Flüchtlinge für jede Nacht in einer der Notunterkünfte bekommen. Je mehr sie davon haben, desto größer sind ihre Chancen auf eines der begehrten Tickets für die Fähre nach Schweden. Sie hofften darauf, in den kommenden drei Tagen ein Ticket für die Fähre nach Schweden zu bekommen, sagte der Familienvater. Die Tochter Aya habe derzeit Fieber. Seine Familie stamme aus Aleppo.

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erstellt am 03.Nov.2015 | 12:18 Uhr

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