Aufklärungsveranstaltung : Keim-Krise: UKSH steht Bürgern und Patienten Rede und Antwort

Die Ausbreitung des gefährlichen Keims im UKSH Kiel scheint gestoppt.
Die Ausbreitung des gefährlichen Keims im UKSH Kiel scheint gestoppt.

In der „Keim-Krise“ an der Kieler Uniklinik will die Hygiene-Chefin auf einer Infoveranstaltung um Vertrauen werben. Die Ausbreitung des gefährlichen Keims scheint aber gestoppt.

shz.de von
29. Januar 2015, 06:44 Uhr

Kiel | Der Tod von mehreren Patienten des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, bei denen ein gefährlicher Keim festgestellt worden war, hat für Verunsicherung gesorgt. Darum wollen die Verantwortlichen des Kieler Krankenhauses am Donnerstagabend über das Bakterium Acinetobacter baumannii und die deshalb ergriffenen Schutzmaßnahmen informieren. Hygiene-Chefin Bärbel Christiansen will im großen Hörsaal der Chirurgie die Fragen besorgter Patienten und Bürger beantworten. Außerdem stehen auch die Klinikdirektoren des UKSH Rede und Antwort.

Bislang waren in Kiel zwölf Patienten gestorben, bei denen der Erreger Acinetobacter baumannii nachgewiesen wurde. Der Keim könnte bei drei Gestorbenen die Todesursache gewesen sein. Bei neun wurde das ausgeschlossen. Festgestellt wurde der Erreger bei insgesamt 31 Patienten. Die Ausbreitung scheint aber gestoppt.

Die Zahl der von dem gefährlichen Keim betroffenen Patienten sei bis Mittwochabend nicht weiter gestiegen, berichtete Klinikchef Jens Scholz. „Gott sei Dank“ habe es keine Erhöhung gegeben. Von einer beruhigenden Nachricht sprach Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD).

Unterdessen ging die Debatte um angebliche Hygienedefizite und Personalmangel weiter. Scholz kündigte an, beim Reinigungspersonal steige die Zahl der Vollzeitstellen von 238 auf 253.

SPD-Fraktionschef Ralf Stegner sagte, es werde nicht zulasten der medizinischen Qualität beim Personal gespart. Die Regierung prüft, ob geplante Maßnahmen zur baulichen Sanierung des Klinikums mit seinen vielen maroden Gebäuden vorgezogen werden können. Dann werde die Regierung auch die Mittel dafür bereitstellen, sagte Alheit.

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