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Neujahrsbaden : Kaltstart in Kiel: „Richtig cool!“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Neujahrsbaden der Seebadeanstalt in Kiel-Holtenau wächst: Weit mehr als 300 Besucher feuerten dieses Mal rund 50 „Eisbader“ an.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2016 | 17:42 Uhr

Sechs Grad Celsius im Wasser. Mit fünf Grad nur wenig darunter lag gestern die Außentemperatur: Das war ein echter Kaltstart ins neue Jahr für die rund 50 Teilnehmer des Neujahrsschwimmens an der weißen Holtenauer Seebadeanstalt. „Doch bei so einem Publikum kann man ja gar nicht kneifen!“, sagte Tima Meier (57), die an diesem Morgen bereits zum zweiten Mal ein paar Züge schwamm.

Weit mehr als 300 Zuschauer feuerten die Badegäste nach Angaben der Organisatoren vom Steg aus an. Der Freundeskreis des Seebads hatte das Schwimmen zum vierten Mal veranstaltet. Chef-Organisator Ralf Mothil verteilte kostenlos heißen Punsch und frisch geschmierte Schmalzbrote. Dazu gab es gratis den Blick auf teils verkleidete, fröhliche Kieler, die sich mal mit langsamen Schritten, mal kopfüber und mal schreiend („Ich will hier raus!“) in die kalte Förde wagten – kein Wunder, dass die Aktion am 1. Januar immer beliebter wird. Am Anfang sei es nur eine Handvoll Schwimmer gewesen – im letzten Jahr kamen bereits rund 30, so Ralf Mothil.

Zum ersten Mal dabei war die Kielerin Marion Wiese (47) – und mächtig stolz auf sich, als sie sich nach dem Kälteschock schnell ins wärmende Handtuch wickelte: „Ich war noch nie im Winter schwimmen gewesen. Aber ich wollte meinen noch schlafenden Söhnen beweisen, dass es klappt“, jubelte sie. So schlimm sei es nicht gewesen: „Ich bin Saunagänger. Ich habe mir warme Gedanken gemacht.“ Richtig „cool“ fand die 13-jährige Kaya Vogt aus Kiel ihren Winter-Schwimm-Versuch. Zusammen mit Papa Hans (49) hatte sie sich getraut. Der fühlte sich trotz Füßen „wie Eiszapfen“ hinterher so stark, dass „nur noch der Baum zum Ausreißen“ fehlte.

Oft müssen sich die Schwimmer fragen lassen, ob das Training sie gesünder mache. Manche bejahen dies. Doch vor Erkältung schützt es sie nicht unbedingt: Organisator Ralf Mothil, sonst leidenschaftlich dabei, musste gerade wegen eines Infektes pausieren.

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