DANKESCHÖN : Kämpfer kam mit Keksen und Kaffee

Dank an die Feuerwehr: Eine große Tüte mit Keksen und Kaffee nahm Philipp Fabian (links) von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer entgegen.
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Dank an die Feuerwehr: Eine große Tüte mit Keksen und Kaffee nahm Philipp Fabian (links) von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer entgegen.

Der Oberbürgermeister stattete der Berufsfeuerwehr gestern seinen vorweihnachtlichen Besuch ab.

shz.de von
25. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Es hat eine lange Tradition: In den Tagen vor Weihnachten besuchen Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer die Ordnungshüter in den Polizeirevieren und die Feuerwehrleute in ihren Wachen am Westring und am Ostring. Thomas Hinz als Chef der Kieler Berufsfeuerwehr ließ sich gestern Morgen die Gelegenheit nicht entgehen und führte Kämpfer über den Rohbau neben der Hauptwache. In spätestens 18 Monaten soll hier die hochmoderne Rettungsleitstelle stehen – die jetzige Zentrale ist technisch veraltet, viel zu eng und im Sommer unerträglich heiß.

Als der Oberbürgermeister gestern Morgen mit seinem Chauffeur vorfuhr, lief gerade ein heißer Alarm auf. In der Staatskanzlei der Landesregierung war ein verdächtiger Briefumschlag entdeckt worden, aus dem weißes Pulver rieselte. Wie Philipp Fabian als Leiter der Wachabteilung 1 bei seiner Rückkehr wenig später erzählte, lief das übliche Procedere an. Zwei Personen, die mit der Substanz in Berührung gekommen waren, wurden in Obhut genommen, das Pulver wurde dem Labor des Landes-Kriminalamtes übergeben. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor, ein übler Scherz mit Mehl oder dergleichen wird nicht ausgeschlossen.

Kämpfer hatte mehrere große Geschenktüten dabei. Die Frauen und Männer der Berufsfeuerwehr durften sich über eine große Keksdose und Kaffee – natürlich reine „Kiel-Mischung“ – freuen. Kämpfer wollte auf diese Weise Danke sagen dafür, „dass Sie ein Jahr lang auf uns alle aufgepasst haben“.

Von Hinz und dem Lagedienstführer Jochim Jahn ließ er sich die Arbeit in der Leitstelle erklären, die neben den Alarmen in der Stadt Kiel auch die Notfall-Einsätze in den Nachbarkreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön koordiniert. In der Saison betreut die Rettungszentrale rund eine Million Menschen. Die Mitarbeiter, die „Disponenten“, dürfen sich auf den Neubau freuen. Die Zeit der Enge und der schlechten Belüftung wird vorbei sein, wenn die „Kathedrale“ bezogen wird. Mitte 2019 soll es soweit sein.

Kämpfer sprach mit Hinz auch über die geplante „Nordwache“. Sie wird neben dem Flughafen eingerichtet und sichert ab, dass künftig auch Einsatzorte nördlich des Kanals in wenigen Minuten von der Feuerwehr angefahren werden können. Drei Stunden Zeit nahm sich der Verwaltungschef für die Anliegen der Feuerwehr, danach ging’s zurück ins Rathaus. Ein paar Akten warteten dort noch auf seine Unterschrift, anschließend begann auch für den vielbeschäftigten Oberbürgermeister ganz langsam die Weihnachtszeit.

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