Kieler Amtsgericht : Justizangestellte soll fast 48.000 Euro veruntreut haben

Statt Zeugen und Verteidigern das Geld zu überweisen, bereicherte eine 42-Jähre sich selbst und ihre Bekannten.

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01. Juli 2015, 09:48 Uhr

Kiel | Eine Justizangestellte am Kieler Amtsgericht soll fast 48.000 Euro veruntreut haben - Geld, das sie eigentlich Zeugen, Verteidigern und Sachverständigen per Online-Banking anweisen sollte. Seit Mittwoch muss sich die 42-Jährige vor dem Kieler Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Computerbetrug in 43 Fällen vor.

Laut Anklage gelang es der 42-Jährigen von Juni 2009 bis März 2012, das vorgeschriebene Vier-Augen-Prinzip zu umgehen und unbemerkt mit fiktiven Aktenzeichen die Überweisungen auf ihr eigenes Konto und Konten von Bekannten vorzunehmen. Sie selbst soll dabei rund 11.500 Euro einbehalten haben. Für das Verfahren sind bis Ende Juli fünf Verhandlungstage vorgesehen.

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