Kiel-Elmschenhagen : Junge findet Granate – beim Spielen

Ein kleiner Junge schleppt eine Granate nach Hause. Zum Glück ist es keine scharfe Munition, sondern eine Übungsgranate. Trotzdem kann auch sie gefährlich sein.

shz.de von
14. April 2014, 18:29 Uhr

Kiel | Ein kleiner Junge hat beim Spielen eine Manöver-Granate gefunden und mit nach Hause gebracht. Das Kind entdeckte das Geschoss mit dem Kaliber 35 Millimeter am Sonntag auf einer Wiese im Kieler Stadtteil Elmschenhagen. Vermutlich sei es eine Granate aus Bundeswehrbeständen, sagte Oliver Kinast vom Kampfmittelräumdienst am Montag.

Woher die Manöver-Granate genau stammt, war zunächst unklar. Nach Informationen des NDR deponierte der Vater des Jungen die Granate über Nacht in seinem Schuppen. Die Eltern hätten dann am Montag die Polizei alarmiert, wie ein Behördensprecher sagte.

Experten des Kampfmittelräumdienstes holten das rund 40 Zentimeter lange Geschoss ab. Die Granate sollte vernichtet werden, hieß es. Eine Manöver-Granate ist eine Munition zum Üben ohne Sprengstoff und ohne Geschoss. Lediglich eine kleine Treibladung sorgt für einen Knall und einen kurzen Flug. „Es ist trotzdem eine Munition, die bei unsachgemäßer Behandlung gefährlich wird“, sagte Kinast.

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